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Handball Trauer um SCM-Legende Harry Jahns

Er hat mit den Grün-Roten alles gewonnen, was man im Vereinshandball gewinnen kann, er hat beim HSV Mädchen und Frauen gefordert und gefördert und zum Erfolg geführt: Nun ist Harry Jahns mit 73 Jahren gestorben.

31.08.2025, 14:03
Harry Jahns war das „Herz und die Seele“ des HSV.
Harry Jahns war das „Herz und die Seele“ des HSV. Eroll Popova

Magdeburg/dh - Die Magdeburger Handballwelt trauert um eine Legende: Harry Jahns ist im Alter von 73 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Jahns, ob seiner Abwehrstärke einst „Eisen-Harry“ genannt, prägte in seinen 17 Jahren bei den Grün-Roten eine der erfolgreichsten Ären in der SCM-Geschichte. Er gewann mit den Grün-Roten zu DDR-Zeiten alles, was man im Vereinshandball gewinnen kann – achtmal die nationale Meisterschaft, dreimal den Pokal, zweimal den Europapokal der Landesmeister und einmal die Europameisterschaft für Vereinsmannschaften. Und er avancierte zum erfolgreichsten Nachwuchstrainer der Bundesrepublik. Achtmal gewann er mit der A-Jugend die deutsche Meisterschaft, sechsmal holte er sie mit der B-Jugend.

2013 gründete er einen neuen Verein: den HSV Magdeburg, in dem zunächst der Männerhandball dominiert. Mit Auflösung des HSC 2000 erfolgte ein fließender Übergang der Damen zum HSV. Dort schaffte die A-Jugend den Sprung in die Bundesliga, dort stiegen die Frauen in die Mitteldeutsche Oberliga auf, dort schaffte es die B-Jugend unter Trainer und Sohn Michael Jahns in die Bundesliga, in der sie in der neuen Saison um Punkte kämpft. „Mach’s gut, Harry – wir werden dich vermissen“, schrieb der SCM auf seiner Homepage. Der HSV erklärte in seinem Nachruf: „Mit ihm verlieren wir nicht nur einen außergewöhnlichen Menschen, sondern auch das Herz und die Seele unseres Vereins.“