1. FC Magdeburg

Am Sonntag wird es heiß

Für das brisante Drittliga-Landesderby zwischen dem Halleschen FC und dem FCM prophezeit Magdeburgs Kapitän Sowislo: "Es wird hitzig."

22.01.2016, 23:01

Magdeburg l Knapp drei Wochen Vorbereitung liegen hinter beiden Vereinen, der Worte sind genug gewechselt, am Sonntag (14 Uhr, live im MDR) sprechen wieder Taten und Ergebnisse. Im mit knapp 12 500 Zuschauern mal wieder ausverkauften Erdgas-Sportpark empfängt der Tabellensiebte Hallescher FC den Tabellenvierten 1. FC Magdeburg. Und wie immer, wenn die beiden Vereine aufeinandertreffen, geht es um mehr als Punkte.

„Die Vorfreude ist bei allen zu spüren. Viele von uns haben schon Derbys gegen Halle gespielt und wissen, worum es geht. Es wird hitzig auf den Rängen und auch auf dem Platz. Da wird kein Meter verschenkt. Wir müssen für alle Widerstände gewappnet sein und die nötige Spannung aufbauen, gleichzeitig aber trotzdem ruhig bleiben“, gab FCM-Kapitän Marius Sowislo am Freitag die Marschroute für seine Mannschaft aus.

Im Hinspiel war es vor allem diese Ruhe und große Abgeklärtheit, mit der damals der Liga-Neuling dem etablierten Drittligisten aus Halle den Schneid abkaufte. Trotz frühenm Rückstands durch Osayamen Osawe (1.) und schnellem Platzverweis gegen Ahmed Waseem Razeek (17.) drehte der FCM in Unterzahl dank zweier Treffer von Christian Beck (34., 78.) die Partie und siegte mit 2:1. Vor allem dank des glänzenden Saisonstarts stand der FCM an allen 21 Spieltagen in der Tabelle vor dem HFC. Und das soll möglichst so bleiben, obwohl die Saalestädter seit dem Wechsel von Sven Köhler zu Trainer Stefan Böger ebenfalls in die Spur gefunden haben und nur noch drei Punkte hinter dem FCM liegen.

„Wir waren im Hinspiel sehr effektiv bei der Chancenverwertung. Und wenn wir als Mannschaft wieder eng zusammenstehen, können wir erneut Paroli bieten und einen offenen Schlagabtausch abliefern“, sagte Sowislo zur Marschroute und schob mit einem Augenzwinkern hinterher: „Im Hinspiel haben dazu zehn Mann gereicht.“

Trainer Jens Härtel, der ebenfalls eine „heiße Atmosphäre“ erwartet, ließ sich wie immer nicht wirklich in seine personellen und taktischen Karten schauen. Fest steht: André Hainault, Ryan Malone und Felix Schiller fehlen verletzt. Manuel Farrona-Pulido ist nach einem Infekt noch etwas geschwächt. „Wir haben nach dem Wechsel von Sven Reimann noch 18 Feldspieler und drei Torhüter. Wir haben in der Vorbereitung die Themen Athletik, Technik und Taktik abgearbeitet“, sagte Härtel, der immerhin Neuzugang Sebastian Ernst (von Hannover 96 II) eine gute Vorbereitung („Er gibt Gas.“) bescheinigte. Härtel: „Wir wissen, worum es geht, und wollen gut starten, aber abgerechnet wird am Sonntag.“