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1. FC MagdeburgHammann: "Als ob ich nie weggewesen wäre"

Nach seinem Sandhausen-Abstecher ist Nico Hammann wieder beim FCM. „Ein überragendes Gefühl“, so der 27-Jährige nach dem ersten Training.

27.01.2016, 23:01

Magdeburg l Trotz des Drittliga-Aufstiegs und diverser Sympathiebekundungen hatte Hammann zur neuen Saison dem FCM den Rücken gekehrt und sich Sandhausen angeschlossen, beim Zweitligisten aber nie richtig Fuß fassen können. „Ich habe seinerzeit die Entscheidung getroffen, Magdeburg zu verlassen – auch aus privaten Gründen. Klar ist man dann enttäuscht, wenn es sportlich nicht nach Wunsch läuft und, wie man so schön sagt, im Nachhinein immer schlauer“, erklärte Hammann, der total happy ist, wieder beim Club zu sein: „Das gute Gefühl stellte sich schon am Dienstag ein, als ich nach Magdeburg reinfuhr. Es ist, als ob ich nie weggewesen wäre.“

Geändert hat sich allerdings seine Rückennummer. Als er ging, trug er die „2“, die nun aber durch Lukas Novy besetzt ist. Ab sofort läuft das 1,85 m große Kraftpaket mit der durch den Schlosser-Weggang frei gewordenen „10“ auf, was eher einer Regisseurrolle im Mittelfeld entspricht. „Regisseur im Geiste vielleicht“, lachte dazu der Betroffene.

Der Abschied aus seiner Heimatgegend fiel ihm auch deswegen nicht schwer, weil seine Partnerin Laura, anders als noch vor einem halben Jahr, jetzt mit nach Magdeburg kommt. Im vergangenen Sommer haben beide geheiratet, und in einigen Monaten erwarten sie Nachwuchs. In Kürze soll auch eine gemeinsame Wohnung bezogen werden. Noch gastiert der Freistoß- und Elfmeter-Spezialist im Hotel.

Sportlich hat sich Hammann vorgenommen, so schnell wie möglich einen Stammplatz zu erobern. „Ich weiß, dass die Vereinsführung gut eingekauft hat und dadurch die Qualität der Mannschaft noch besser geworden ist, aber ich traue es mir zu“, so der Rotschopf, der nach eigenen Angaben fest daran glaubt, in relativ kurzer Zeit „bei 100 Prozent zu sein. Im Moment ist das noch nicht ganz der Fall.“

Größtes Handicap könnte die fehlende Spielpraxis sein. In Sandhausen kam er lediglich zu drei Einsätzen. Das sieht auch FCM-Trainer Jens Härtel so: „Natürlich bin ich froh und glücklich, dass Nico wieder bei uns ist. Und die Tatsache, dass er hier zwei Jahre gekickt und sich wohlgefühlt hat und dadurch das Umfeld kennt, macht die Sache leichter, als wenn er woanders komplett neu eingestiegen wäre. Aber Fakt ist auch: Fitness und Selbstvertrauen holt man sich in erster Linie durch die Spiele auf dem Platz.“

Zumindest ist Hammann verletzungsfrei, kann also sofort Gas geben – und den Konkurrenzkampf in der Defensive weiter verschärfen. „Es ist bekannt, dass ich mich auf der Außenbahn am wohlsten fühle“, bekräftigte Hammann, der nach eigenen Angaben für einen Einsatz im kommenden Heimspiel gegen Werder Bremen II (Sonnabend, 14 Uhr, MDCC-Arena) bereitsteht.

Härtel ließ sich dazu wie immer nicht in die Karten schauen: „Wir warten jetzt erst einmal die nächsten Trainingseindrücke ab. Zum Anfang hat er seine Sache jedenfalls ordentlich gemacht.“

Nach den gestrigen Übungseinheiten gab es so manchen FCM-Kiebitz, der ihn schulterklopfend zu seiner Rückkehr beglückwünschte.

Die Euphorie rund um den Club mit Tabellenplatz vier hat natürlich auch Hammann verfolgt, bleibt aber wie alle anderen auf dem Teppich: „Im Moment läuft es wirklich super. Und wenn wir so weitermachen, haben wir die Chance, uns da oben festzusetzen. Aber soweit ist es noch lange nicht. Erst einmal müssen die nötigen Punkte bis zum Klassenerhalt her.“