Handball

SCM lässt den Gegnern wenig Lücken

Die SCM-Handballer haben seit Dezember in 13 Pflichtspielen elf Siege und zwei Remis eingefahren. Im Schnitt gab es nur 24,7 Gegentore.

Magdeburg l Als SCM-Trainer Bennet Wiegert am Dienstagabend nach dem Sieg gegen Alingsas (36:21) auch noch die Niederlage von ZSKA Moskau bei Nexe übermittelt bekam, hellte sich sein Gesicht noch mehr auf. Dadurch wurde den Magdeburgern für nächsten Dienstag beim Spiel in Moskau der totalen Druck genommen. Denn im Kampf um den Gruppensieg in der European Handball League dürfte jetzt sogar eine knappe Niederlage reichen. Das Hinspiel gegen Moskau haben die Grün-Roten mit 37:30 klar gewonnen und hätten somit ein ordentliches Polster, falls der direkte Vergleich entscheiden muss.

Ob es im Achtelfinale gegen Eurofarm Pelister aus Nordmazedonien oder Schaffhausen aus der Schweiz geht, ist noch offen. Aber in Moskau nicht komplett ans Limit gehen zu müssen, ist schon ein Vorteil angesichts des engen Spielplans.

Nach Kiel am Sonntag und Alingsas am Dienstag wartet ja schon heute Abend (19 Uhr, Sky) in der Getec-Arena in der Bundesliga gegen TuSEM Essen die nächste Aufgabe. Wiegert: „Am Sonntag und Dienstag spielen zu müssen, ist nicht neu für uns. Aber danach gleich wieder zwei Tage später ran zu müssen, das hatten wir so noch nicht. Und bei allem Respekt vor Alingsas wird uns gegen Essen eine schwerere Aufgabe erwarten.“

Deshalb war es auch ganz wichtig, dass der SCM gegen Alingsas durchwechseln konnte. Von Rotation will Wiegert allerdings nichts wissen: „Wir sind nicht im Fußball und können beliebig wechseln. Außerdem klingt Rotieren auch ein bisschen abwertend gegenüber denen, die spielen. Wichtig ist in unserer aktuellen Situation, dass wir die Kräfte vernünftig verteilen und jeder Selbstvertrauen bekommt.“

Dass gleich am Sonntag bei Melsungen die nächste Hürde wartet, stellt Wiegert hinten an. „Wir werden gegen Essen keine Spielchen machen. Deshalb denke ich jetzt weder an Melsungen noch an Moskau“, sagt der Coach, der sich auch auf eine stabile Abwehr verlassen kann. Seitdem der SCM im Dezember die Erfolgsserie mit elf Siegen und zwei Unentschieden startete, gab es im Schnitt pro Spiel nur 24,7 Gegentore, insgesamt 321 in 13 Spielen. Lediglich beim Sieg in Montpellier (32:30) konnte der Gegner die 30-Marke knacken. Und in Kiel blieb der SCM beim 24:24 sogar unter dem Schnitt. Zum Vergleich: Im November wurde mit 31:33 gegen die RN Löwen, 29:33 gegen Leipzig und 29:30 in Alingsas verloren. Am eigenen Kreis ist also ordentlich Stabilität eingekehrt. Gisli Kristjansson: „Auch am Dienstag haben wir es in der Defensive nach der Pause richtig gut gemacht. Da nur noch sechs Gegentore zu kassieren, ist richtig stark. Egal, gegen welchen Gegner.“