Handball SCM-Rückraum soll es für Island bei der EM richten
Die Isländer haben gleich drei Spieler des SC Magdeburg im Kader für die EM. Omar Ingi Magnusson, Gisli Kristjansson und Elvar Örn Jonsson sind im Rückraum auch fest eingeplant und sollen mit der grün-roten Power wichtige Akzente setzen.

Magdeburg/Reykjavik - Die am 15. Februar beginnende Handball-EM findet zwar in Dänemark, Schweden und Norwegen statt – aber auch die Isländer mit Omar Ingi Magnusson, Gisli Kristjansson und Elvar Örn Jonsson vom SC Magdeburg können eher von einem Heimturnier sprechen. Denn zu den Spielen werden mehr als 2.500 Landsleute erwartet. Laut aktuellem Ticketverkauf für die Spiele in Kristjanstad könnten es sogar fast 3.000 Fans sein. Dass die Spiele der Isländer im Süden von Schweden stattfinden, kommt dem Team entgegen, weil dort und in Dänemark viele Landsleute leben. Das erste Spiel bestreiten die Jungs von der Vulkaninsel am 16. Januar gegen Italien. Weitere Gruppengegner sind Polen und Ungarn.
„Die Vorfreude ist immer riesig, wenn es losgeht. Ich bin aufgeregt, ich denke, das Training ist gut verlaufen und ich kann es kaum erwarten, loszulegen, auf den Platz zu gehen und diese Spiele zu bestreiten“, erklärte Jonsson im Interview mit der isländischen Tageszeitung „Morgunbladid“. Nach den Enttäuschungen bei den letzten Turnieren mit Rang neun bei der WM 2025 und Rang zehn bei der EM 2024 wollen die Isländer dieses Mal mehr erreichen. Dass die drei Rückraumspieler des SCM ordentlich aufeinander abgestimmt sind, dürfte auf jeden Fall ein Vorteil sein. Und mit Janus Dadi Smarason gehört auch noch ein weiterer Ex-Magdeburger zum Kader.
Jonsson: „Wir müssen uns einfach auf uns selbst konzentrieren und in unserer Abwehr als Einheit agieren.“ Ähnlich hatte es auch schon Gisli Kristjansson auf der Homepage des SCM analysiert und gesagt: „Unser Problem in den letzten Jahren war, dass uns immer so ein kleines Stück gefehlt hat, um ganz oben zu stehen. Weil wir nicht im richtigen Moment da waren. Aber ich freue mich sehr auf dieses Turnier und darauf, dass wir uns als Mannschaft neu beweisen können“.
Erster Test gegen Slowenien
Und das wollen die Isländer am Freitag und Sonntag bei einem Mini-Turnier in Frankreich zeigen. Zunächst wartet Slowenien und dann entweder der Sieger oder Verlierer aus der Partie Frankreich gegen Österreich. „Diese beiden Freundschaftsspiele werden dabei helfen, uns weiterzuentwickeln“, so Jonsson, der sich auch nicht mit möglichen Gegnern und Konstellationen in der Hauptrunde beschäftigt: „Wir konzentrieren uns in erster Linie auf die Gruppe in der Vorrunde und wollen sie gewinnen. Was danach passiert und auf welche Teams wir in der nächsten Runde treffen könnten, weiß ich gar nicht.“
Unter Nationaltrainer Snorri Steinn Gudjonsson, für den es das dritte große Turnier ist, haben die Isländer schon am 2. Januar mit dem Training begonnen. Allerdings gibt es auch schon den ersten Ausfall. Kristjan Örn Kristjansson (rechter Rückraum) von Skanderborg konnte eine Verletzung nicht wie erhofft rechtzeitig auskurieren. Ob ein anderer Spieler nachnominiert wird, hat der Coach noch nicht entschieden.