Handball SCM startet mit Sieg gegen Lemgo in das Jahr
Die Grün-Roten gewinnen zum Bundesliga-Restart das Topspiel gegen den TBV Lemgo. Da auch die nun drittplatzierten Flensburger patzen, rückt die Meisterschaft einen Schritt näher.

Magdeburg - Mit einem ungefährdeten Heimsieg hat sich der SC Magdeburg aus der EM-Pause zurückgemeldet. Gegen den bis dato Tabellendritten TBV Lemgo gewannen die Grün-Roten mit 36:32 (19:13). Dank einer starken ersten Halbzeit ließen die Gastgeber keine Spannung in dem Topspiel gegen die Überraschungsmannschaft der Liga aufkommen.
Den ersten Applaus gab es bereits vor dem Anpfiff. Die Magdeburger Medaillengewinner Magnus Saugstrup (Gold mit Dänemark), Lukas Mertens (Silber mir Deutschland) und Matej Mandic (Bronze mit Kroatien) wurden für ihre Erfolge bei der Europameisterschaft geehrt.
Im Spiel dauerte es 2:46 Minuten, ehe es erstmals laut wurde. Omar Ingi Magnusson warf das erste SCM-Tor im Jahr 2026. Zu diesem Zeitpunkt hatte Sergey Hernandez bereits zwei Würfe pariert. Erst nach fast sieben Minuten musste der Keeper sich erstmals geschlagen geben.
100. Bundesliga-Spiel für Bergendahl
Nach einem gehaltenen Siebenmeter konnte er den Nachwurf von Samuel Zehnder nicht mehr entscheidend am Tor vorbeilenken. Doch davon ließ sich der SCM-Keeper nicht beeindrucken. Er verbuchte neun Paraden im ersten Durchgang und war somit ein starker Rückhalt für die ebenfalls gute Deckung der Grün-Roten, für die Oscar Bergendahl sein 100. Bundesliga-Spiel absolvierte.
Damit ging das Torwartduell klar an den Magdeburger. So sahen es auch Lemgos Trainer Florian Kehrmann und SCM-Coach Bennet Wiegert, der nach der Schlusssirene erklärte: „Die größte Diskrepanz hatten wir auf der Torhüterposition, ich denke, das spiegelt auch das Ergebnis wider.“ Gästekeeper Constantin Möstl konnte keinen Wurf abwehren. Und auch am eingewechselten Urh Kastelic scheiterten die Elbestädter bis zur Pause lediglich zweimal.
Ansonsten zeigten sich die SCM-Profis extrem treffsicher. Mit einer Wurfquote von 79 Prozent setzten sie sich ab. Albin Lagergren traf gut drei Minuten vor der Pause zum 18:10. Entsprechend zufrieden waren die 6.600 Zuschauer in der ausverkauften Getec-Arena, obwohl die Ostwestfalen bis zur Pause etwas verkürzen konnten. Gisli Kristjansson, siebenfacher SCM-Schütze, erklärte nach der Anwurf: „Wir wissen, eine Führung gegen Lemgo ist nie sicher. Wir haben gute 60 Minuten gebraucht, um zu gewinnen.“
Vorsprung wächst auf sieben Punkte
Im zweiten Durchgang traten die Magdeburger nicht mehr so dominant auf. Stattdessen kämpften sich die Gäste allmählich heran. In der 49. Minute betrug der Vorsprung nach dem Tor von Hendrik Wagner nur noch drei Treffer – 29:26. „Lemgo hat seine Qualitäten in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass sie nie aufstecken, dass sie diszipliniert spielen. Sie haben uns vor Aufgaben gestellt“, erklärte Coach Wiegert. Doch gerade in der Schlussphase hielt Hernandez, der letztlich auf 15 Paraden kam, seinen Vorderleuten den Rücken frei.
Ernsthafte Spannung kam auch deshalb nicht mehr auf. Magnusson und Albin Lagergren stellten den beruhigenden Fünf-Tore-Abstand wieder her. Spätestens mit dem vierten Tor von Lagergren zum 33:27 war die Partie endgültig entschieden. Für den Schlusspunkt des Abends sorgte schließlich Matthias Musche. Der Linksaußen traf zum 36:32-Endstand und machte den souveränen Heimerfolg perfekt. Kristjansson schaute auf den kommenden Sonntag voraus: „Jetzt will ich in Kiel genauso weitermachen.“ Anwurf beim Tabellenfünften THW ist dann um 18 Uhr.
Einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft sind die Magdeburger schon mit dem Sieg gegen Lemgo gegangen – auch weil die SG Flensburg-Handewitt am Dienstag in Gummersbach (26:33) gepatzt hatte. Der Vorsprung beträgt nun sieben Punkte.