Handball Vier SCM-Spieler mit Schweden ganz souverän
Durch ein 33:25 gegen Kroatien nehmen die Schweden zwei Punkte in die EM-Hauptrunde mit. Und dort sind die vier Magdeburger mit ihren Landsleuten auch klarer Favorit für den Einzug ins Halbfinale.

Magdeburg/Malmö - Mit vier Spielern des SC Magdeburg wird Schweden immer mehr zu einem ganz heißen Favoriten auf den EM-Titel. Wie Felix Claar, Albin Lagergren (beide jeweils 4 Tore), Oscar Bergendahl (3) und Daniel Pettersson mit ihren Landsleuten auch das letzte Gruppenspiel gegen Kroatien (33:25) gewannen, war absolut souverän.
„Unsere Taktik war es, 60 Minuten lang Druck zu machen. Ich denke, wir haben eine solide Leistung gezeigt, insbesondere im Umschaltspiel“, erklärte Bergendahl auf der Webseite des schwedischen Verbandes. Der Kreisläufer stand mit seinen Magdeburger Teamkollegen phasenweise sogar zusammen auf der Platte. Für die SCM-Fans dürfte somit wohl klar sein, wem neben dem deutschen Team am meisten die Daumen gedrückt wird.
In Malmö bekommen es die Schweden in der Hauptrunde nun mit Slowenien, Island, Ungarn und der Schweiz zu tun. Der Einzug ins Halbfinale erscheint da als klares Muss. Für SCM-Torwart Matej Mandic und seine Kroaten wird es dagegen allein schon aufgrund der hohen Niederlage eng. Mandic kam auf vier Paraden, hielt dabei auch einen Siebenmeter.
Jonsson drohen beim SCM rund sechs Wochen Pause
Von Magdeburg aus ging der Blick gestern aber auch mit Sorgen nach Reykjavik. Denn da sollte Elvar Örn Jonsson noch einmal untersucht und operiert werden. Erst danach ist klar, mit welcher Ausfallzeit der SCM rechnen muss. Der Isländer hatte sich beim Spiel gegen Ungarn ziemlich unglücklich einen Mittelhandknochen gebrochen.
Jonsson wurde bei einer Abwehraktion vom heranstürmenden Egon Hanusz getroffen und hielt sich danach auch gleich die Hand. „Man hört das Knacken, wenn es passiert. Da ahnte ich schon, dass etwas nicht stimmte. Ich versuchte weiterzuspielen, aber es ging einfach nicht. Weil es eigentlich eine Kleinigkeit war, bin ich total frustriert“, erklärte Jonsson gegenüber dem Online-Portal „visir.is“.
Während der isländische Verband die Verletzung und Operation schon am Mittwoch bestätigt hatte, hält sich der SCM mit einer öffentlichen Reaktion bisher noch zurück. Völlig klar, dass die Grün-Roten erst einmal den Eingriff abwarten, um danach auch eine echte Diagnose mit Ausfallzeit auf dem Tisch zu haben. Mit einer Nachverpflichtung dürfte aber wohl nicht zu rechnen sein. Jonsson selbst ging bisher von einer Pause von sechs Wochen aus. Wenn es dabei bleibt, könnte er also spätestens Mitte März wieder eingreifen.