Ski alpin Ski-Ass Brignone mit starkem Comeback - Sieg an Scheib
Viele haben Olympia für die Lokalmatadorin und Weltmeisterin Federica Brignone schon abgeschrieben. Doch die Italienerin schafft ein famoses Comeback - auch wenn es im Test nicht zum Podium reicht.

Kronplatz - Weltmeisterin Federica Brignone hat kurz vor den Olympischen Winterspielen ein beeindruckendes Comeback gefeiert. Im ersten Riesenslalom nach ihrer schweren Knieverletzung fuhr die Italienerin am Kronplatz auf den sechsten Platz und nährte die Hoffnungen auf einen Heim-Coup bei den Heimspielen.
Anfang April 2025 war Brignone schwer gestürzt und hatte eine mehrfache Fraktur des Schienbeinplateaus und des Wadenbeinkopfes sowie einen Kreuzbandriss erlitten - ein Olympia-Start in Cortina schien ausgeschlossen. Den Härtetest für den großen Saisonhöhepunkt aber schaffte die 35-Jährige nun mit Bravour.
Der Comeback-Hype um die zweimalige Weltcup-Gesamtsiegerin überstrahlte sogar etwas den Tagessieg von Julia Scheib. Die Weltcup-Führende aus Österreich setzte sich vor der Schweizerin Camille Rast und der Halbzeit-Führenden Sara Hector aus Schweden durch. Auf Rang vier fuhr Mikaela Shiffrin, die Slalom-Dominatorin in diesem Winter.
Dürr verpasst beste 20 - nun Vorfreude auf Tschechien
Aus dem deutschen Team landete Lena Dürr auf dem 21. Platz - dabei rutschte sie nach Zwischenrang 15 aus dem ersten Lauf etwas zurück. „Es waren ein paar gute Schwünge dabei“, sagte sie danach im Bayerischen Rundfunk.
Sie freut sich nun auf die anstehenden Technikrennen in Spindlermühle am Wochenende - in Tschechien hatte sie 2023 ihren bislang einzigen Weltcupsieg im Slalom gefeiert. Fabiana Dorigo wurde am Kronplatz 25., Deutschlands derzeit beste Alpin-Athletin Emma Aicher verzichtete auf einen Start.