Magdeburg l Wer in dieser Saison nicht nur Galopper, sondern auch Traber im Herrenkrug sehen will, hat dazu nur eine Gelegenheit – am Donnerstag beim Himmelfahrts-Renntag des Magdeburger Renn-Vereins (Einlass ab 11.30 Uhr, Beginn 12.30 Uhr).

Ursprünglich sollten drei Renntage mit Trabern stattfinden. Doch weil es im Vorfeld jede Menge Knatsch gab, die namhaften Clubs aus Hamburg und Berlin ihr Veto gegen die Magdeburg Pläne eingelegt hatten, einigte sich der Renn-Verein mit dem Traber-Dachverband auf einen Kompromiss.

Traber starten zweimal am Tag

Am Himmelfahrtstag gehen nun zweimal elf Pferde an den Start. Das Besondere dabei: Es sind zweimal die gleichen Felder – im ersten und siebten sowie im dritten und neunten Rennen. Was für den Laien möglicherweise ungewöhnlich und nach einer Überbelastung klingt, sieht Vereins-Präsident Heinz Baltus ganz entspannt: „Das ist bei den Trabern durchaus üblich, dass sie zweimal an einem Tag starten. Sie haben schließlich drei Stunden Pause, um sich zu erholen.“

Baltus, selber ein Kind des Trabrennsports, hatte die Disziplin nach einer langen Pause 2014 in die Landeshauptstadt zurückgeholt und die Zweifler und Kritiker recht schnell überzeugt. Mittlerweile haben sich die Trabrennen etabliert, Besitzer und Trainer machen gerne Station im Herrenkrug.

61 Pferde am Start

Am Donnerstag wartet ein wahres Mammutprogramm auf die Pferdesport-Anhänger. Denn neben vier Trab- gibt es weitere sieben Galopprennen – ausschließlich besetzt von Amateuren. Insgesamt sind 61  Pferde am Start – 13 davon stellt alleine der in Möser beheimatete Trainer Frank Fuhrmann.

Im Mittelpunkt steht gegen 14.30 Uhr das mit 9000 Euro dotierte fünfte Rennen, ein WM-Lauf für Amateurreiterinnen über 2050 Meter.