Duisburg (at) l Bundestrainer Detlef Hummelt war nach dem Weltcup in Duisburg zufrieden – zum einen mit der Leistung der deutschen Kanuten insgesamt, zum anderen auch mit den Athleten aus Magdeburg. „Gerade aus Magdeburger Sicht sind einige Neulinge in der A-Mannschaft dabei. Und die haben sich gut verkauft. Das war ja auch unser Ziel, dass sie sich dafür empfehlen, für weitere Wettkämpfe in der Mannschaft zu bleiben“, sagte Hummelt.

Denn neben Yul Oeltze und Peter Kretschmer (Leipzig), die sowohl Gold über 500 m als auch über 1000 m im Canadier-Zweier holten, zeigten auch die von Hummelt angesprochenen Neulinge um Jasmin Fritz, Michael Müller und Nina Krankemann gute Leistungen. „Zweimal Gold von Yul und Peter ist eine super Leistung und ein toller Einstieg ins Jahr. Das lässt hoffen für die kommende EM in Belgrad und die WM Mitte August“, sagt Hummelt erst einmal zu den Siegern des Wochenendes.

Verletzung bei Oeltze

Er erlebte allerdings auch eine kleine Schrecksekunde, als Oeltze am Sonntagnachmittag im Canadier-Einer über 5000 m in der ersten Wende mit einem anderen Sportler zusammenstieß. „Dabei hat er sich wohl verletzt. Er wird gerade noch untersucht, wir hoffen jetzt, dass es nur etwas Leichtes und nichts Ernstes ist“, sagte Hummelt.

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Doch zurück zu den Neulingen: Michael Müller stieg nach einer kurzfristigen Erkrankung von Conrad-Robin Scheibner (Berlin) mit Sebastian Brendel (Potsdam) in den Canadier-Zweier. „Sie waren natürlich nicht eingefahren, Brendel hatte auch die Belastung vom Einer zuvor in den Knochen“, so Hummelt zu deren Rang fünf über 1000 m.

Bundestrainer lobt Jasmin Fritz

Ihr erstes internationales Rennen absolvierten derweil Jasmin Fritz (SC Magdeburg) und Steffi Kriegerstein (Dresden) im Kajak-Zweier, die über 500 m den fünften Platz belegten. „Die beiden haben eine gute Figur gemacht, da gibt es nichts zu meckern“, lobte der Bundestrainer.

Angetan war er besonders von der Leistung von Jasmin Fritz und Nina Krankemann im Kajak-Vierer mit Sarah Brüßler (Karlsruhe) und Melanie Gebhardt (Leipzig). „Sie waren ja Teil des zweiten DKV-Vieres und waren absolut gleichwertig“, so Hummelt.

Krankemann nicht im Finale

Ein kleiner Wehrmutstropfen sei lediglich das verpasste Finale von Krankemann im Kajak-Einer: „Sie ist unter ihren eigenen Erwartungen geblieben. Gegen die Weltspitze haben ihre zuvor guten Leistungen nicht gereicht. So hat sie dann auch die Finalteilnahme knapp verpasst.“

Wohin die Leistungen der Magdeburger führen, zeigt sich am Montag. So legen die Verantwortlichen bei einer abschließenden Trainingssitzung in Duisburg fest, wer mit zur EM in Belgrad (7. bis 10. Juni) sowie WM in Portugal (23. bis 26. August) fährt.