Olympische Winterspiele Weggeblockt: Skicrosser verliert Chance auf Olympia-Medaille
Tim Hronek wird regelwidrig geblockt und verpasst deswegen das Olympia-Finale, in dem ein Italiener gewinnt. Für heftige Diskussionen sorgt das Halbfinale.

Livigno - Eine unsportliche Aktion des Schweizers Ryan Regez hat Tim Hronek die Chance auf eine olympische Medaille im Ski Cross gekostet. Der 33 Jahre alte Goldmedaillengewinner von Peking blockte im Halbfinale einen Überholversuch regelwidrig ab, indem er Hronek den Arm gegen den Hals drückte. Der Bayer verlor dadurch für einen Moment Geschwindigkeit und Kontrolle. Der Japaner Satoshi Furuno schob sich als Unbeteiligter der heftig diskutierten Szene vorbei und zog ins Finale ein.
„Das war einfach unsportlich und kostet den Timi den Finaleinzug oder die mögliche Medaille. Was soll man da jetzt noch sagen, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der aktuell verletzte Skicrosser Tobias Müller als Experte der ARD.
Strafe für Konkurrenten hilft wenig
Regez wurde zwar bestraft. Hronek half diese Sanktion allerdings nicht, er musste im kleinen Finale antreten. Gold-Hoffnung Florian Wilmsmann verpasste das Finale ebenfalls und duellierte sich mit Hronek. Die beiden Deutschen landeten einen Tag nach dem Olympiasieg von Daniela Maier auf den Rängen sechs und sieben - Hronek mit Wut im Bauch vor Wilmsmann.
Gold ging an den Italiener Simone Deromedis. Dahinter komplettierten sein Landsmann Federico Tomasoni sowie Alex Fiva aus der Schweiz das Podest. Chancenlos im Kampf um die Medaillen waren dagegen die weiteren Deutschen Cornel Renn und Florian Fischer. Das Duo schied im Viertelfinale aus.