Olympia Wieder schwerer Sturz in Halfpipe: Neuseeländer k.-o.
Spektakuläre Sprünge, aber auch heftige Stürze: In der Halfpipe bei Olympia in Italien gehen die Athletinnen und Athleten ans Limit. Nun schlägt der nächste Mitfavorit hart in der Eisröhre auf.

Livigno - Bei den Olympischen Winterspielen in Livigno hat der nächste schwere Sturz in der Halfpipe für Entsetzen gesorgt. Der neuseeländische Ski-Freestyler Finley Melville Ives fiel bei der Landung nach einem Trick hart auf die Eisröhre und schlug auch mit dem Kopf auf.
Helfer versorgten den 19-Jährigen, er wurde nach sechs Minuten unter dem Applaus der Zuschauer mit einer Trage aus dem Zielbereich gefahren. Sein Teamkollege Gustav Legnavsky weinte am Start und wurde von einem Konkurrenten getröstet.
„Ihm geht es okay. Er war k.-o., er ist jetzt bei Bewusstsein und spricht. Er wird komplett durchgecheckt“, sagte Neuseelands Trainer Tom Willmott über Melville Ives. „Er wird wieder zurückkommen, er ist ein Kämpfer.“
Die Qualifikation für das Finale heute Abend wurde fortgesetzt. Dort wird Mitfavorit Melville Ives nicht dabei sein, auch im ersten von zwei Qualifikationsläufen war er gestürzt.
Auch Olympiasiegerin aus Kanada schwer gestürzt
Bereits in den vergangenen Tagen hatte es mehrere heftige Stürze in der Halfpipe gegeben. Am Donnerstagabend war Cassie Sharpe, kanadische Freestyle-Olympiasiegerin von 2018, auf den Kopf geschlagen und rund zehn Minuten lang behandelt worden. Sie sei in einem „stabilen Zustand“, teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.
Zudem hatte sich der australische Snowboarder Cameron Bolton bei einem Sturz zwei Halswirbel gebrochen.