Berlin (dpa) - Der entthronte Ironman-Weltmeister Patrick Lange hat sein vorzeitiges Aus auf Hawaii noch einmal begründet und sich rund eine Woche nach dem Rennen "mit einem Lebenszeichen" gemeldet.

Er habe die vergangenen Tage krank im Bett verbracht, berichtete der 33 Jahre alte Profi-Triathlet aus Hessen am Sonntag bei Facebook.

"Ein Rennen nicht beenden zu können ist nie leicht, diesmal war es aber die einzig richtige Entscheidung", betonte Lange: "Es gibt bestimmte Faktoren, die sich kontrollieren lassen wie beispielsweise das eigene Training und die Ernährung. Aber es gibt auch Faktoren, die sich nicht kontrollieren lassen und Krankheit gehört da leider dazu."

Lange hatte in der kurzen Nacht vor dem Rennen leichtes Fieber bekommen, unmittelbar vor dem Start am frühen Morgen des 12. Oktober in Kailua-Kona aber Entwarnung gegeben. Nach einem starken Schwimmen über 3,86 Kilometer in der Spitzengruppe war der gebürtige Bad Wildunger nach etwas mehr als 60 Kilometern der 180,2 Kilometer langen Radstrecke aber unter anderem wegen Schwindels ausgestiegen.

"Als Sportler kennen sicher die meisten von uns das Gefühl kurz vor einem Wettkampf. Auf einmal tun bestimmte Körperstellen weh, an denen wir vorher überhaupt nichts gehabt haben", erklärte Lange nun. "Nach dem Wettkampf können wir meistens feststellen, dass es sich um Symptome gehandelt hat, die auf die Aufregung zurückzuführen sind. Dieses Mal war das bei mir allerdings nicht der Fall."

Lange hatte seine Laufstärke auf den abschließenden 42,2 Kilometern nicht mehr beweisen können und den erhofften Titel-Hattrick nach den Erfolgen 2017 und 2018 verpasst. Das Rennen hatte Landsmann Jan Frodeno gewonnen und sich nach seinen Siegen 2015 und 2016 somit zum ersten deutschen Dreifach-Gewinner auf Hawaii gekürt.

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