Berlin (dpa) - Kanu-Olympiasieger Max Hoff fürchtet angesichts der Corona-Krise mit 37 Jahren um das Ende seiner erfolgreichen Sportler-Laufbahn. Er kann derzeit in Essen nicht im Wasser trainieren.

"Ich verstehe die Maßnahmen, sie sind wichtig", zitierte die "Berliner Zeitung" den Vierer-Olympiasieger von Rio 2016: "Aber man hat uns unsere Arbeitsgrundlage entzogen." Würde er nun aufhören zu trainieren, würde es "das erzwungene Ende meiner Karriere bedeuten", betonte der Rheinländer.

Ein Boot, das in Berlin liegt, kann er auch nicht nutzen. Zum Ruder-Stützpunkt in Tegel hat Hoff dem Bericht zufolge keinen Zutritt. Um sich irgendwie fit zu halten, muss auch er wie so viele andere Athletinnen und Athleten in den Zeiten der Coronavirus-Pandemie improvisieren. Das Krafttraining absolviert er im Wohnzimmer mit ein paar Hanteln und an einer Klimmzugstange: "Wahrscheinlich werde ich jetzt Klimmzug-Weltmeister."

Wenn in Europa für ein oder zwei Monate der Trainingsbetrieb ausgesetzt werde, "dann brauche ich im August nicht gegen den Rest der Welt anzutreten", sagte Hoff und sprach von Wettbewerbsverzerrung. Ob die Spiele dann noch im Sinne des Sports seien, müsse man sich überlegen.

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