Stuttgart (dpa) - Die deutsche Turn-Cheftrainerin Ulla Koch hat eine gemischte Bilanz des ersten Wettkampftages bei den Heim-Weltmeisterschaften in Stuttgart gezogen.

Die 64-Jährige rechnet nicht damit, dass es für ihre Turnerinnen am Ende zum Einzug ins Mannschaftsfinale der besten acht Team reicht. "Wir wollen eigentlich Fehler vermeiden. Jetzt müssen wir darauf hoffen, dass andere Fehler machen", sagte Koch. Auch Wolfgang Willam war skeptisch: "Ich habe noch ein etwas unruhiges Gefühl", sagte der Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes (DTB).

Die deutsche Mannschaft um die beiden Top-Turnerinnen Elisabeth Seitz und Sarah Voss hatte nach dem ersten Qualifikationstag am Freitag auf Rang vier gelegen. Doch bereits im ersten von sechs Durchgängen am Samstag zogen die Teams aus Großbritannien und Italien mit einem hauchdünnen Vorsprung an Deutschland vorbei. So dürfte es am Ende der Qualifikation am Samstagabend wohl kaum reichen, zumal in Titelverteidiger USA mit Star-Turnerin Simone Biles, Russland oder Japan noch einige Favoriten folgen. Um das Olympia-Ticket für Tokio 2020 zu lösen, reicht dem deutschen Quintett Rang zwölf.

Die beiden Top-Turnerinnen Seitz und Voss haben aber beste Aussichten, ins Mehrkampf-Finale der besten 24 Einzelturnerinnen einzuziehen. "Ich bin extrem zufrieden mit meinem Wettkampf", sagte die 25-jährige Seitz, die an vier Geräten 54,999 Punkte turnte und mit 14,800 Zählern auch auf das Gerätefinale am Stufenbarren schielt.

"Als Team wollen wir uns für Olympia qualifieren. Das ist das Wichtigste", betonte die Stuttgarterin Seitz, die sich bei ihrer Heim-WM "superwohl" fühlt und die großartige Stimmung in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle lobte. "Ich hatte Gänsehaut. Das Publikum war für uns da. Mir hat das noch mehr Energie und Motivation gegeben."

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