Les Sables d'Olonne/Frankreich (dpa) – Der Hamburger Solosegler Boris Herrmann ist in die Regatta seines Lebens gestartet. Mit eineinhalbstündiger Verspätung wegen Nebels begann im französischen Atlantik-Ort Les Sables d'Olonne die neunte Auflage der Weltumseglung Vendée Globe.

Der 39 Jahre alte Hamburger Herrmann zählt im Rekordfeld von 33 Männern und Frauen zu den 18 Debütanten der Weltumrundung. Zu bewältigen sind 24 296 Seemeilen (44 996 Kilometer).

"Dieses Rennen ist mein Lebenswerk oder besser gesagt: mein Halbzeit-Lebenswerk", sagte Herrmann. Dem Skipper der "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco" hatten zuvor Familie, Freunde und prominente Förderer aus aller Welt bei einer Online-Abschiedsfeier Glück gewünscht.

Klimaaktivistin Greta Thunberg, die Herrmann 2019 über den Atlantik gesegelt hatte, verfolgte den Start in ihrer Heimat Schweden. "Bewahre dir deinen guten Geist, Boris. Wir wissen, dass du es schaffen kannst. Du kannst alles schaffen", sagte Thunberg.

Fürst Albert II. von Monaco, für dessen Umweltstiftung Herrmanns Team Malizia wirbt, sagte: "Möge der Geist von Malizia bei Dir sein und dich zur Ziellinie tragen – am besten vor allen anderen." Mit dem Rennen will Herrmann auch einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Während des Rennens sammelt er Meeresdaten und stellt sie Wissenschaftlern zur Verfügung. Herrmanns britischer Konkurrent und Rennfavorit Alex Thomson sagte vor seiner fünften Teilnahme zu dem Deutschen: "Die erste Vendée Globe ist immer die härteste. Ich wünsche dir Glück. Nur mich darfst du nicht schlagen."

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9. Edition der Vendée Globe