Zürich (dpa) - Das FIFA-Exekutivkomitee hat ein umfassendes Reformpaket bewilligt und den Weg für eine Neuorganisation der Führungsspitze im skandalumwitterten Fußball-Weltverband frei gemacht.

Der Präsident und die Mitglieder eines neu geschaffenen Councils dürfen demnach maximal zwölf Jahre im Amt sein. Die Vergütung der Top-Funktionäre wird jährlich öffentlich gemacht.

Das Council mit 36 Mitgliedern tritt an die Stelle des mächtigen Exekutivkomitees und soll eine Art Aufsichtsrat bilden. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur kurz nach Sitzungsende aus FIFA-Kreisen.

Die letzte Entscheidung über die Reform trifft der FIFA-Kongress am 26. Februar. Keine Mehrheit fand der Vorschlag der Reformkommission für eine Aufstockung auf 40 WM-Teilnehmer vom Jahr 2026 an. Abgelehnt wurde auch ein Alterslimit für Funktionäre. Im ursprünglichen Papier von Reformkommissions-Chef Francois Carrard war eine Beschränkung auf 74 Jahre vorgesehen.

Mehr Macht bekommen künftig der Generalsekretär und neun statt zuvor 26 ständige FIFA-Komitees. Dort werden die wesentlichen Management-Entscheidungen getroffen. Das Council, dem der Präsident vorsitzt, überwacht die Entscheidungen, hat aber keine exekutive Gewalt mehr. Gerade das Exekutivkomitee war zuletzt angesichts zahlreicher Skandale immer wieder in die Kritik geraten.