Moskau (dpa) - Der bisherige russische Sportfunktionär Witali Mutko will sich trotz seines erwarteten Ressortwechsels in die Baupolitik weiter für den Fußball einsetzen.

"Ich habe den Sport in der Seele und im Herzen", sagte er der Moskauer Zeitung "Sport-Express". "Ich werden den Fußball unterstützen wie ich kann", ergänzte er.

Regierungschef Dmitri Medwedew hatte nach seiner Bestätigung im Amt durch die Staatsduma am Dienstag die Ressortverteilung in seinem Stellvertreterstab neu geordnet. Demnach soll sich Mutko, der bislang für Sport zuständig war, künftig um Bau- und Regionalpolitik kümmern. Die Entscheidung muss noch abschließend bestätigt werden.

Damit verliert der 59-jährige bisherige Multifunktionär Mutko vor der Fußball-Weltmeisterschaft nach und nach alle wichtigen Sportposten. Unter dem Druck massiver Doping-Vorwürfe hatte Mutko bereits sein Amt als Sportminister, als Fußballverbandschef und als Cheforganisator der WM abgegeben. Mit dem erwarteten neuen Ressort als Vizeregierungschef bekräftigt die russische Führung aber, dass sie weiter an dem Gefolgsmann von Präsident Wladimir Putin festhält.