New York (dpa) - Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker hält die Situation von Deutschlands Spitzen-Tennisspielerin Angelique Kerber für besorgniserregend. 

"Da muss jetzt mal eine Entscheidung kommen, in welche Richtung die Reise geht", sagte der 51-Jährige als Eurosport-Experte vor dem ersten Auftritt der Kielerin bei den US Open. "Wie lange will sie noch Tennis spielen? Weil so macht es keinen Spaß und keinen Sinn. Das bringt ihr, uns und ihren Sponsoren nichts, wenn sie so weitermacht."

Die 31-jährige Kerber wartet nach ihrem Zweitrunden-Aus in Wimbledon noch auf ihren ersten Sieg. Am heutigen Montag (2. Spiel nach 17.00 Uhr) trifft die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin in der ersten Runde der US Open auf die Französin Kristina Mladenovic. "Ich mache mir gerade Sorgen um Angie Kerber", sagte Becker, der beim Deutschen Tennis-Bund für die Herren verantwortlich ist.

Nach dem Wimbledon-Ausscheiden hatte sich Kerber von Rainer Schüttler getrennt und tritt auch beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison ohne Trainer an. "So wie ich Angie kenne, ist sie niemand, der eine längere Zeit alleine sein sollte. Sie ist auf jeden Fall jemand, der Führung braucht", sagte Damen-Chefin Barbara Rittner. "Und wenn nicht bald jemand an ihrer Seite ist, dann habe ich kein gutes Gefühl."

Herren-Tableau

Damen-Tableau

ATP-Rangliste

WTA-Rangliste

WTA-Profil Kerber