Berlin (dpa) – Der Bundeswehreinsatz gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) kann bei Zustimmung des Bundestags in dieser Woche noch vor Weihnachten beginnen.

Das für den Schutz des französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle vorgesehene Kriegsschiff könnte innerhalb weniger Tage seine Aufgaben wahrnehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verteidigungsministerium erfuhr.

Zwei Fregatten, die sich bereits jetzt im Mittelmeer befinden, kommen in Frage: Die Augsburg nimmt derzeit am EU-Einsatz zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität und Rettung von Flüchtlingen vor der libyschen Küste teil. Die Fregatte Hamburg ist Teil eines Nato-Verbandes im Mittelmeer und liegt derzeit in einem Hafen der griechischen Insel Kreta.

Die vier bis sechs deutschen Tornado-Aufklärungsflugzeuge und ein Tankflugzeug sollen nach Angaben des Ministeriums möglichst im südtürkischen Incirlik stationiert werden. Auch sie könnten noch vor Weihnachten dort eintreffen.

Die Zahl der eingesetzten Soldaten ist weiter offen. Die Obergrenze liegt bei 1200. Es wird aber erwartet, dass sie bei weitem nicht ausgeschöpft wird.

Aufklärungs-"Tornado"

Fregatten der Bundeswehr

Luftbetankung

Verteidigungsministerium zu Kabinettsbeschluss