Bramsche (dpa/tmn) - Kaninchen sind Fluchttiere und können beispielsweise durch hektische Bewegungen eines Menschen oder laute Geräusche in Panik geraten. Dann sollten Halter keinesfalls versuchen, das Tier zu schnappen.

Stattdessen helfe es mitunter, dem panischen Tier einen Unterschlupf zu bieten, erläutert die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz. Das funktioniert etwa, wenn man das Kaninchen mit einem leichten, dunklen Tuch abdeckt - so schafft man eine Höhlenatmosphäre für den Nager.

Kaninchen sollten auch nicht im Gesichtsbereich, an den Flanken oder der Bauchunterseite berührt werden. Stattdessen mögen die meisten es, wenn man ihnen mit dem Haarstrich am Rücken entlang streichelt oder sie zwischen den Ohren krault.

Anders als viele meinen, dürfen Kaninchen übrigens nicht an den Ohren oder der Genickfalte hochgehoben werden. Generell sollten Halter vermeiden, das Tier von oben zu greifen, erläutert die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT).

Der Grund: Kaninchen haben Angst vor Raubvögeln, die natürlich von oben angreifen. Besser ist es, das Kaninchen behutsam zu unterfassen und mit der anderen Hand den Beckenbereich zu stützen. Dann lässt es sich langsam hochnehmen und an den Oberkörper anlehnen. So vermitteln Halter dem Tier Ruhe und Geborgenheit.