Berlin (dpa) - Die Designerin Lena Hoschek sieht die Kurzlebigkeit vieler Kleidungsstücke und die daraus folgenden Textilabfälle mit Sorge.

"Ich glaube, wir werfen zu schnell weg", findet die österreichische Modeschöpferin. Mittlerweile gebe es immense Textilabfälle. Früher sei Kleidung teurer, aber langlebiger gewesen. "Damals wurde auch viel mehr repariert und geflickt als heute. Das ist etwas, zu dem wir unbedingt zurückkehren müssen, um unsere Textilmüllberge in den Griff zu bekommen."

Auch sie freue sich natürlich, wenn die Wirtschaft boome und die Leute einkaufen gingen. Hoschek rät aber, nicht jeden Trend mitzumachen. Man solle vielmehr darauf achten, Kleidung zu kaufen, die zu einem selbst passe. "Solche Stücke bleiben einem länger erhalten und landen nicht gleich auf dem Müll." Lena Hoschek zeigt ihre neue Kollektion für Frühjahr und Sommer 2020 am kommenden Mittwoch auf der Berliner Modewoche.