Melbourne (dpa) - Ein halbes Jahr nach dem packenden Endspiel in Wimbledon trennt Roger Federer und Novak Djokovic noch jeweils ein Sieg von einem Wiedersehen im Halbfinale der Australian Open. Die beiden Stars der Tennis-Szene können am Dienstag das Duell perfekt machen.

Rekord-Grand-Slam-Sieger Federer bestand den nächsten Härtetest und zog dank eines 4:6, 6:1, 6:2, 6:2 gegen den Ungarn Marton Fucsovics ins Viertelfinale von Melbourne ein. Titelverteidiger Djokovic setzte mit dem souveränen 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Argentinier Diego Schwartzman seinen erhofften Weg zum achten Titel bei den Australian Open fort.

Mitte Juli hatten sich Djokovic und Federer das längste Endspiel der Wimbledon-Historie über fünf Sätze und fast fünf Stunden geliefert, das Djokovic nach zwei Matchbällen von Federer gewann. Als sie sich bei den ATP Finals in London ein erstes Mal wieder gegenüberstanden, gewann Federer.

Am Tag vor den Achtelfinalspielen von Angelique Kerber und Alexander Zverev verlor Federer erneut den ersten Satz, danach entzauberte der Mitfavorit den Weltranglisten-67. Fucsovics im Stile eines Champions. Die Australian Open waren für den Schweizer zwei Tage zuvor beinahe schon in Runde drei zu Ende gegangen, als er gegen den Australier John Millman nur zwei Punkte von einer Niederlage entfernt war.

"Mir geht es gut. Ich habe es geschafft, mich zu erholen und ein gutes Match zu spielen. Ich bin sicher, dass ich mich mit jedem Tag besser fühlen werde", sagte er im Siegerinterview mit John McEnroe.

Mit dem Erreichen des 15. Viertelfinals in Melbourne hübschte Federer seine an Bestmarken reiche Karriere mit einem weiteren Rekord auf. In der Runde der besten Acht trifft der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger nun auf Überraschungsmann Tennys Sandgren aus den USA.

Djokovic bekommt es mit dem früheren Wimbledon-Finalisten Milos Raonic aus Kanada zu tun. Der Serbe kann mit dem achten Titel in Melbourne auch Rafael Nadal an der Spitze der Weltrangliste ablösen, falls der Spanier vor dem Halbfinale ausscheidet.

In der Damen-Konkurrenz endeten die Hoffnungen von Teenager Cori Gauff. Die 15-Jährige muss nach dem 7:6 (7:5), 3:6, 0:6 gegen ihre sechs Jahre ältere Landsfrau Sofia Kenin noch auf ihr erstes Grand-Slam-Viertelfinale warten. Zwei Tage zuvor hatte Gauff mit dem Sieg über die japanische Titelverteidigerin Naomi Osaka beeindruckt.

Ashleigh Barty kann die Hoffnungen auf den ersten Sieg einer australischen Tennisspielerin seit 1978 weiter erfüllen. Die Weltranglisten-Erste setzte sich am Australia Day, dem Nationalfeiertag, gegen die Amerikanerin Alison Riske mit 6:3, 1:6, 6:4 durch. Barty spielt nun gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien um den Einzug ins Halbfinale.

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