Wernigerode/Schierke l Die schwarzen Beulen in der Decke der Schierker Arena werden wahrscheinlich den Winter über bleiben. Endgültig beseitigt werden könnten die Schönheitsflecke an der Dachmembran vermutlich erst, wenn im Frühjahr 2019 wieder auf Sommerbetrieb umgerüstet wird, antwortete Frank Beimel vom Wernigeröder Hochbauamt auf Anfrage des CDU-Stadtrats Matthias Winkelmann in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Dann soll die Membran komplett gelöst und neu verschweißt werden, erläuterte der Bauamtmitarbeiter. Als Übergangslösung sollen die unansehnlichen Stellen vorerst gereinigt und mit Spanngurten unterstützt werden.

Ursache für die Beulen sei eine Unterspannung in der Membran. Wie Statiker bestätigt hätten, gebe dennoch keine Zweifel an der Sicherheit des Daches. „Es hält bis zu 120 Kilogramm pro Quadratmeter aus“, berichtete Beimel.

Flächenheizung oder Dachreling

Um das Problem von Schneelawinen, die vom Dach stürzen, zu bändigen, setze das Bauamt auf eine Flächenheizung an den Dachträgern des Multifunktionsstadions in Schierke. Diese abnehmbaren Matten wären eine wesentlich „intelligentere Lösung als eine Schneereling“, so Frank Beimel. Zweitere sei allerdings die favorisierte Variante der Arena-Architekten, mit denen man über eine Lösung verhandele. Eine Reling halte Schneemassen auf dem Dach nur bis zu einer bestimmten Höhe, das sei ein klarer Nachteil, erläuterte der Bauamtsmitarbeiter.

Im vergangenen Winter kam es bei Tauwetter wiederholt zu Schneerutschen vom tonnenschweren Oval. Grund für die Lawinen sei der mehrfach in sich gebogene Dachträger, so die Verwaltung.