Los Angeles (dpa) - Die NFL will Trainer aus Minderheiten in der US-Gesellschaft besser fördern und hat dazu ein neues Belohnungssystem für die Football-Mannschaften beschlossen.

Sollten Leute aus einer Organisation zu einem anderen Team wechseln und dort Cheftrainer, Manager oder Präsident werden, bekommt das abgebende Team im Gegenzug weitere Zugriffsrechte in der dritten Runde der Talenteverteilung. Die Spielergewerkschaft NFLPA muss dem Plan noch zustimmen, den die Teambesitzer am Dienstag verabschiedeten und über den US-Medien übereinstimmend berichteten.

Man habe schon einige Schritte unternommen in diese Richtung, "aber wir erkennen alle an, dass wir mehr tun müssen, um die Entwicklungsmöglichkeiten von Trainern aus Minderheiten und anderem Personal zu unterstützen", sagte NFL-Boss Roger Goodell. Die NFL musste sich in der Vergangenheit immer wieder Kritik gefallen lassen, weil zwar die Mehrheit der Profis Schwarze sind, es aber kaum afroamerikanische Cheftrainer in der Liga gibt. Die Forderung für mehr Engagement dahingehend wurde von Kritikern verstärkt auch seit den intensiveren Protesten gegen Rassismus in den USA erhoben.

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