Fußball-Landsliga: Schönebecker SC – FC Einheit Wernigerode 1:2 (1:1)

Eine Serie zum Ausbauen für Dzial-Elf

18.10.2010, 04:21

Das hat mit Sicherheit Spaß gemacht. "Das wird eine geile Rückfahrt", hieß es beim Fußball-Landesligisten FC Einheit Wernigerode noch auf dem Platz, kurz nach dem Schlusspfiff. Zuvor hatte das Team durch den 2:1 (1:1)-Er-folg beim Schönebecker SC seine negative Serie beendet und den ersten Dreier auf fremdem Platz eingefahren. Der FC Einheit ist nun Fünfter der Tabelle.

Schönebeck. Spielerisch war es nun keine Offenbarung, die der FC Einheit auf das Feld gebracht hat. Die Bedingungen waren schwierig, der Platz nass, rutschig und mit Pfützen gesäumt. Die Gäste standen gut gestaffelt, sicher und beschränkten sich zumindest aufs Kontern. Vor allem wussten sie in der Zweikampfführung zu gefallen. "Wir haben sie im gesamten Spiel besser angenommen", erklärte André Dzial, der Trainer. Das hatte er bereits vor der Partie gefordert. So führte auch ein gewonnenes Kopfballduell nach Abschlag von Keeper André Helmstedt zum entscheidenden Pass für Tassilo Werner, der schließlich das 2:1 (69.) erzielte. Zwar aus stark abseitsverdächtiger Position, doch der Treffer zählte. "Wir hatten wohl auch mehr Glück", resümierte schließlich der Coach.

Die Gastgeber hingegen haderten mit den Entscheidungen der Unparteiischen und mit der Chancenverwertung. Maik Adrian zum Beispiel hatte eigentlich regelkonform getroffen. Das Tor wurde aber aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt. Zudem wurde dem Team ein Handelfmeter verwehrt. "Diese Führung wäre für uns sehr wichtig gewesen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden", sagte Christian Kehr, der SSC-Trainer. Schließlich kämpfte sich das Team seit drei Begegnungen zu seinem spielerischen Niveau aus dem vergangenen Jahr, doch ist es seit drei Spielen ohne Punktgewinn. "Die Schönebecker hatten deutlich mehr Spielanteile", schätzte dann auch André Dzial ein.

In Führung ging aber Wernigerode. Das Team "war einfach effektiver", konstatierte Kehr. Nach Ballgewinn an der Mittelllinie ging es ganz schnell, ein Pass in die Tiefe, eine Hereingabe in den Strafraum und mangelnde Zuordnung beim SSC sorgten für freie Bahn für Hagen Riemann, der das 0:1 markierte (33.). Der Kapitän meldete sich also mit einem Treffer zurück in der Stammelf. Er präsentierte sich nach seiner Verletzung bereits in den vergangenen Trainingseinheiten deutlich verbessert.

Wohl noch die Euphorie der Führung im Kopf, musste das Team nur eine Minute später den Ausgleich hinnehmen, als Kopie des vorangegangenen Treffers. Nach einer scharfen Flanke von der rechten Seite schob SSC-Neuzugang Mats Wejsfelt, bis zum Sommer beim VfB Germania Halberstadt unter Vertrag, zum 1:1-Pausenstand ein.

Nach dem Wechsel drückte der SSC weiter auf den nächsten Treffer, war spielerisch engagierter, doch entweder kam der finale Pass nicht genau genug oder der Abschluss war zu harmlos. FCE-Keeper Helmstedt jedenfalls hatte bei den Schüssen auf seinen Kasten keinerlei Probleme. Schließlich belohnte er sich für seine souveräne Leistung mit der Vorlage, die zum Siegtreffer führte. Zudem wussten Henrik Blume und Marco Wiese in der Defensive zu überzeugen. Vor allem bei Kopfbällen ließen die beiden nichts zu. Auf der Rückfahrt aber hatten sicher nicht nur die beiden viel Spaß. Ein Gefühl, an das sie sich gern gewöhnen würden und eine Serie, die sie ausbauen möchten.

Doch in einer Woche gibt es zunächst das fünfte Heimspiel. Da gibt es gegen den MSV Börde zwar keine Serie zu beenden, doch die Bilanz auf eigenem Platz gilt es zu bewahren: Vier Spiele, vier Siege.

FC Einheit Wernigerode: Helmstedt – Günther, Pape, Blume, Wiese, Riemann, Werner, Wipperling (57. Stetz), Kopp, Schmidt (88. Schrader), Horst (89. Richardt);

Torfolge: 0:1 Hagen Riemann (33.), 1:1 Mats Wejsfelt (34.), 1:2 Tassilo Werner (69.); Schiedsrichter: Frank Stietzel (Magdeburg); Zuschauer: 41.