Küchenplanung: Komfortzone(n)

16.05.2012, 14:49

Nicht genug Arbeitsfläche? Zu wenig Stauraum? Und Rückenbeschwerden vom häufigen Bücken? Dann ist es höchste Zeit, eine Küche zu planen, die den Alltag maßgeblich erleichtert. Experten der Bausparkasse Schwäbisch Hall haben aktuelle Tipps und Trends für modernen Küchenkomfort zusammengestellt.

Zu einer gut geplanten Küche gehören kurze Wege, durchdachte Arbeitsabläufe und eine ergonomischfunktionale Innenausstattung. Der unsichtbare Komfort ist der entscheidende Maßstab für seine Alltagstauglichkeit: alles ist auf Ökonomie ausgerichtet, perfekte Bewegungsabläufe ohne unnötigen Kraftaufwand. Dieses Konzept erobert auch die Küche. Dort genügt heute oft ein kurzes Tippen mit dem Finger auf die Möbelfronten und diese öffnen sich wie von selbst, um ein gut organisiertes Innenleben preiszugeben. Zum Schließen genügt wiederum minimaler Druck per Knie oder Hüfte. Dahinter steckt eine Beschlagtechnik mit mechanischen oder – noch komfortabler – elektrischen Antrieben. Für die Oberschränke gilt das gleiche Prinzip: Breite Klappen öffnen sich mühelos und gleiten schwebeleicht in die Höhe. Grundsätzlich kann diese Technik auch in bestehenden Küchen nachgerüstet werden – ob es im Einzelfall möglich und sinnvoll ist, kann am besten ein Innenarchitekt oder Küchenplaner beurteilen.

Bei einer durchdachten Küchenplanung wird jeder Platz optimal genutzt – auch Ecken und Dachschrägen. Für die große Vorratshaltung eignen sich Hochschränke; Apothekerauszüge bieten viel Stauraum auf kleiner Fläche und ermöglichen einen direkten Zugriff auf die Vorräte. Kurze Wege durch fünf Zonen Entscheidend für die Benutzerfreundlichkeit sind optimierte Bewegungsabläufe. Eine gute Küchenplanung orientiert sich daher an fünf Funktionsbereichen, deren integrierte Anordnung Voraussetzung für reibungslose Arbeitsabläufe sind. Zu dieser Grundordnung gehören

■ der Bereich der Lebensmittelaufbewahrung (mit Kühlschrank und Vorratsschränken);

■ die Zone der Zubereitung (mit Kochen und Backen);

■ die Aufbewahrung der Kochutensilien wie Töpfen und Pfannen;

■ die Spüle samt Abfall-Trennsystem;

■ die Aufbewahrung von Besteck und Geschirr

In einer traditionell geplanten Küche fallen im Laufe ihrer Lebensdauer – das sind rund 20 Jahre – gut 2.000 Kilometer Fußweg an. Wird die Küche jedoch in Zonen aufgeteilt, lassen sich diese Wege um bis zu 20 Prozent verkürzen.