Handball

SCM-Serie gerissen

Der SC Magdeburg musste sich nach über vier Monaten mal wieder geschlagen geben und verlor am Ostersonntag 29:32 (17:18) gegen Flensburg.

Magdeburg l Irgendwann reißt jede Serie. Und so mussten die Handballer des SC Magdeburg, die 22 Pflichtspiele ungeschlagen geblieben waren, gegen Flensburg mit hängenden Köpfen die Platte verlassen. 29:32 (17:18) hieß es am Ostersonntag in der Handball-Bundesliga. Es war außerdem die erste Heimniederlage gegen Flensburg nach fast zehn Jahren. Christian O'Sullivan und Omar Ingi Magnusson mit jedweils sieben Toren waren die besten Werfer des SCM.  

Die Gastgeber drückten von Beginn an ordentlich aufs Tempo. Nach einer Parade von Torwart Jannick Green erkämpfte sich Lukas Mertens energisch den Abpraller und Piotr Chrapkowski traf zum 1:0. Nach einer weiteren Parade von Green erhöhte Mertens dann selbst auf 2:0. Und der dritten Green-Parade folgte durch Mertens nach neun Minuten die erste Drei-Tore-Führung (6:3).

Der SCM war eindeutig die bessere Mannschaft, führte nach 13 Minuten mit 10:7. Bis dahin hatten sich auch schon sechs Magdeburger in die Torschützenliste eingetragen. Und als zehn Minuten vor der Pause beim 12:9 für den SCM die Gäste ihren Spielmacher Jim Gottfridsson nach einem Foul an Marko Bezjak mit der Roten Karte verloren, schien alles für den SCM zu laufen. Doch die Gäste steckten auch noch die Verletzung von Magnus Roed weg.

Nach 24 Minuten glich Alex Petersson zum 13:13 aus und fast mit der Pausensirene gingen die Flensburger erstmals in Führung und der SCM trotz langer Überlegenheit mit einem 17:18 in die Kabine.  

Auch nach dem Seitenwechsel ging beim SCM irgendwie nichts mehr. Die Flensburger zeigten eindrucksvoll, warum sie Spuitzenreiter der Handball-Bundesliga sind. Nur fünf Minuten nach der Pause lag der SCM sogar mit vier Toren (18:22) zurück. Doch als es sogar fünf Tore (20:25/40.) waren, schien das ein Weckruf gewesen zu sein. Innerhalb von vier Minuten war der SCM wieder auf 23:25 dran.

Michael Damgaard und Omar Ingi Magnusson per Siebenmeter glichen dann sogar zum 25:25 (48.) aus. In dieser Phase ging plötzlich bei den Gästen nichts mehr. Schlechte Abspiele und ein starker Green im SCM-Tor hatten dafür gesorgt, dass sich das Spiel wieder dreht.

Aber aus SCM-Sicht leider nicht zum letzten Mal. Denn danach zogen die Flensburg wieder mit drei Toren davon und führten fünf Minuten vor dem Ende durch das siebte Tor von Mads Mensah Larsen mit 29:26. Und als Göran Johannesson zum 31:27 (57.) traf, war die Partie vorzeitig entschieden.