Östersund (dpa) - Seine Biathlon-Kollegen haben Simon Schempp auch nach dem Sprint-Desaster in Östersund für das kommende Wochenende auf dem Zettel.

Er ist mit Sicherheit der kompletteste Athlet von uns. Das ist ein bisschen blöd. Aber jeder weiß, was er kann, sagte der Sprint- und Verfolgungs-Zweite Arnd Peiffer und wusste, dass Schempp genervt ist: Wir werden ihm alle mal ein bisschen auf die Schulter klopfen. Ab Montag wird er sich auf Hochfilzen konzentrieren.

Mit acht Fehlern schoss sich Schempp im Sprint statt ins Gelbe Trikot ins Aus. Seine Gewehreinstellung passte nicht zum Wind. Als 77. handelte er sich für die Verfolgung die Zuschauerrolle ein. Noch im Einzel war ihm mit Platz zwei ein fast perfekter Auftakt geglückt. Das ist natürlich heftig, räumte Schempp ein.

Statt ambitioniert ins Rennen zu gehen, absolvierte er am Sonntagmorgen ein Lauftraining. Vielleicht ist es ganz gut, wenn man ein paar Stunden alleine im Wald ist und den Ärger ein bisschen bewältigt, sagte Bundestrainer Mark Kirchner. Abhaken, weitermachen - so das Motto: Man kann eine klare Fehleranalyse betreiben. Es ist nicht so, dass man ratlos ist. Schempp gab sich kämpferisch: Ich habe ja letztes Jahr schon Erfahrung gemacht damit und habe mich wieder aufgepäppelt. Das werde ich diesmal auch wieder machen.

Zeitplan

Ergebnisse