Lausanne (dpa) - Der frühere Bob-Pilot Alexander Subkow sowie vier weitere russische Athleten und Funktionäre sind vom Weltverband IBSF vorläufig suspendiert worden.

Mit der provisorischen Sperre reagierte die International Bobsleigh & Skeleton Federation auf das Urteil eines Moskauer Gerichts, wonach Subkow seine zwei wegen Dopings aberkannten olympischen Goldmedaillen der Winterspiele 2014 in Sotschi behalten darf. Wie die IBSF am Donnerstag weiter mitteilte, gehe die Sperre mit dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS konform, der Subkow zur Rückgabe der Medaillen verpflichtet hatte.

Die Richter in Moskau hatten am 21. November dagegen entschieden, Subkow sei nicht verpflichtet, die Entscheidung des CAS zu erfüllen. Das Olympische Komitee Russlands (ROK) hatte dagegen protestiert und sich auf die Seite des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gestellt. Dieses hatte nach dem Urteil mitgeteilt, die CAS-
Entscheidung zu Subkow sei rechtskräftig. Sie sei innerhalb der Frist nicht beim Schweizer Bundesgericht angefochten worden.

Subkow ist mittlerweile Präsident des russischen Bobverbands. Der 44-Jährige bestreitet Doping. Er hatte auch deshalb geklagt, weil mit der Aberkennung der Siege bei den Winterspielen in Sotschi seine lebenslange russische Rente als Olympiasieger entfallen war. Das Moskauer Gericht sprach ihm die Rente wieder zu.

Neben Subkow sperrte die IBSF auch Alexej Wojewoda, Alexander Kasjanow, Alexej Puschkarjow und Ilwir Chusin vorläufig. Die Suspendierung trat mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Mitteilung der IBSF vom 13. Dezember 2018