Davos (dpa) - Nicole Fessel weiter in der Weltspitze, Sandra Ringwald und Sebastian Eisenlauer erstmals im Sprint-Halbfinale - die deutschen Langläufer sorgen auch in Davos weiter für gute Resultate. Und bleiben dennoch selbstkritisch.

Wir stehen am Anfang des Weges, unsere Ziele sind andere, sagte Janko Neuber, einer der beiden verantwortlichen Disziplintrainer.

In der Höhe des Schweizer Nobelortes hatte im 15 Kilometer Freistilrennen wieder einmal Nicole Fessel für das beste Ergebnis gesorgt. Platz zehn und der Titel Beste Nichtskandinavierin waren Lohn für eine kämpferisch gute Leistung. Allein der enorme Rückstand von knapp zwei Minuten auf die wiederum wie entfesselt davonstürmende Therese Johaug aus Norwegen sorgten für nachdenkliche Mienen.

Nicole ist unser Zugpferd in dieser Saison. Es ist nicht einfach, so unvorbereitet in die Höhe zu gehen und dann einen langen Kanten zu laufen. Sie hat das sehr ordentlich gemacht, lobte der Sportliche Leiter, Andreas Schlütter.

Dass es im Frauen-Team aber auch noch andere gibt, die sich in Szene setzen können, bewies Sandra Ringwald im Freistilsprint. Sie kam ins Halbfinale und auf Platz zwölf - ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Sie hat einen deutlichen Fortschritt gemacht, bemerkte Neuber, der auch die eigentlich höher gehandelte Denise Herrmann trotz ihres Ausscheidens im Viertelfinale positiv bewertete. Ihr fehlt nach unbändigem Einsatz und Risiko im Training noch ein wenig die Frische und Spritzigkeit. Sie kommt noch in Form, es braucht aber etwas Zeit.

Lob hatte er auch für Eisenlauer parat, der Sprint-Zwölfter wurde. Er hat jetzt zweimal die Qualifikation überstanden, das ist gut. Aber wir wollen mit ihm nicht nur ins Halbfinale, sondern ins Finale. Das ist das Ziel und daran wird gearbeitet. Was mir gefällt: Er agiert in seinen Läufen offensiv und hängt sich nicht nur hinten dran, betonte Neuber.

Nachdem über 30 Kilometer Martin Johnsrud Sundby seinen Siegeszug und den der Norweger generell fortgesetzt hatte, sorgten im Sprint die Schwedin Stina Nilsson und Federico Pellegrino aus Italien für Abwechslung in den Siegerlisten.

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