Berlin (dpa) - Nach dem beispiellosen Einbruch im Frühjahr für die Wirtschaft in Deutschland sieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Hinweise auf eine Besserung. "Die Zeichen stehen eindeutig auf Erholung", teilte das DIW am Mittwoch in Berlin mit.

Im Zeitraum von Juli bis September werde das Bruttoinlandsprodukt um drei Prozent wachsen - verglichen mit dem Vorquartal. Von April bis Juni dürfte die Wirtschaftsleistung wegen der Corona-Pandemie zweistellig eingebrochen sein, wie das Institut erwartet. Die konkrete Zahl will das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag veröffentlichen.

"Trotz nun wieder kräftiger Zuwächse wird es wohl zwei Jahre dauern, bis der historische Einbruch vom Frühjahr wettgemacht ist", erklärte der Konjunkturforscher Claus Michelsen. Wenn es keine zweite Infektionswelle gibt, ist aus seiner Sicht ein kräftiges Aufholwachstum zu erwarten. Dabei dürften demnach aber die Exporte unter dem Wirtschaftseinbruch in vielen Ländern leiden.

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