Jena (dpa) - Als Maßnahme gegen eine Weiterverbreitung des Coronavirus gilt in Jena jetzt auch am Arbeitsplatz die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes.

Am Dienstag trat in der Stadt die letzte Stufe der seit Anfang April geltenden Maskenpflicht in Kraft, wie ein Stadtsprecher sagte. Sie betrifft Arbeitsräume, in denen mehr als eine Person arbeitet und in denen ein Sicherheitsabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

Dies seien beispielsweise kleinere Büroräume, erläuterte der Sprecher. Auch in öffentlichen Räumen, in denen dieser Abstand nicht eingehalten werden kann, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Zuvor war die Pflicht zum Mundschutztragen unter anderem bereits in den Praxen von Physiotherapeuten und anderen Heilberufler, in öffentlichen Gebäuden und in Bussen, Straßenbahnen und Taxis eingeführt worden. Jena war mit der umfassenden Regelung bundesweit Vorreiter.

Als Mund-Nasen-Schutz gelten neben professionell hergestellten Masken auch selbstgenähte Stücke, Tücher und Schals. Die Bereitschaft der Menschen, sich an diese Regelung zu halten, sei groß, sagte der Sprecher.

"Es musste noch kein Verstoß geahndet werden, Belehrungen und Ermahnungen reichen bisher." Auch im Landkreis Nordhausen gilt seit Dienstag eine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in Einkaufsmärkten, im öffentlichen Nahverkehr und Taxis.