Magdeburg/Berlin l Beim DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg (2:0) war Brandt das erste Mal seit seinem Abgang wieder in der MDCC-Arena.

„Ich habe mich für die Jungs total gefreut, dass sie weitergekommen sind“, sagt Brandt. „Trotzdem muss ich zugeben, dass ich auch ein bisschen traurig war, weil ich weiß, wie sich ein solcher Erfolg anfühlt. Da ist man als Fußballer natürlich lieber auf dem Rasen.“

Ein Spiel fehlte

Nach der vergangenen Saison endete für den 25-Jährigen das Kapitel Magdeburg, weil sein Vertrag nicht verlängert wurde. Brandt (69 Spiele in der 3. Liga, 65 in der Regionalliga) hoffte in der Rückrunde lange auf eine Verlängerungsoption, die bei 19 Einsätzen von Beginn an gegriffen hätte. Am Ende fehlte ein Spiel und Brandt musste den Club verlassen.

Als einziger der FCM-Abgänge hat er bisher noch keinen neuen Verein gefunden. „Natürlich bin ich gerade unzufrieden. Ich hätte gerne eine komplette Vorbereitung bei einer Mannschaft mitgemacht“, sagt Brandt. „Ich hoffe, dass ich bald den passenden Verein finde, muss jetzt aber offensichtlich erst mal geduldig sein.“

Der Mittelfeldspieler betont, dass er zwar Angebote hatte, bisher aber das Gesamtpaket nicht optimal war. „Ich habe jetzt einige Jahre in der 3. Liga gespielt und möchte auch gerne wieder dort aktiv sein“, sagt er. „Aus der Regionalliga gab es zwar Anfragen, mein Anspruch ist aber ein anderer.“

Brandt trainiert in Berlin

Der gebürtige Berliner hält sich in seiner Heimatstadt individuell fit und hat zwischenzeitlich beim Regionalligisten FC Viktoria 1889 mittrainiert. „Der Verein wollte mich verpflichten, ich möchte aber eben in die 3. Liga. Zuletzt habe ich mich bei den Reinickendorfer Füchsen, die von meinem Vater trainiert werden, fitgehalten“, erklärt Brandt.

Dass das Transferfenster am 31. August schließt, ist für ihn nicht so problematisch, da er als vertragsloser Spieler bis Ende des Jahres wechseln kann. „Der Markt ist gerade überfüllt. Ich hoffe, dass sich in den kommenden Wochen der eine oder andere Klub noch Gedanken über Verstärkungen macht und es passen könnte“, sagt Brandt. „Die Vereine wissen schließlich, was ich kann und wen sie bekommen, wenn sie mich verpflichten.“