Magdeburg l Die Nachricht kam am Montag um 14.02 Uhr gar nicht mehr so überraschend. Denn bereits am Sonntagabend verbreitete sich die Meldung, dass der 1. FC Magdeburg Luka Sliskovic verpflichten möchte. Diverse Schweizer Medien vermeldeten den Wechsel vom FC Winterthur zum FCM als fix, einige Magdeburger Fans nahmen den Ball auf und verbreiteten ihn im näheren Club-Umfeld.

Am Montag dann die Bestätigung. Sliskovic unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2023. Da sein Vertrag in Winterthur noch ein Jahr gelaufen wäre, musste der FCM wohl eine Ablösesumme im geringen sechsstelligen Bereich überweisen. Der 25-Jährige ist in der Offensive flexibel einsetzbar, kann links und rechts im Sturm spielen, aber auch hinter dem Stürmer oder den Stürmern und auch als hängende Spitze.

Sliskovic soll Lücke in Offensive schließen

Klar ist: Der gebürtige Schweizer, der auch die österreichische Staatsbürgerschaft hat, ist torgefährlich. In 34 Zweitligaspielen erzielte er für Winterthur 14 Treffer und verbuchte zudem sechs Vorlagen. „Ich freue mich, bekanntzugeben, dass ich die nächsten drei Jahre in Magdeburg verbringen werde“, sagte er gestern in einer vom Verein veröffentlichten Video-Botschaft.

Mit Sliskovic will der FCM eine dringend benötigte Lücke in der Offensive schließen. Schließlich erzielte der Club in der vergangenen Saison in 38 Spielen nur 49 Tore, blieb gerade auch aus dem Mittelfeld und über die Außenpositionen ungefährlich. Unter FCM-Trainer Thomas Hoßmang könnte er in einem 3-4-3-System links vorne spielen oder im 4-3-3 wie zuletzt in Winterthur häufig hinter den Spitzen.

Tore durch Freistöße und Elfmeter

Was auffällt: Im Internet kursiert ein Highlight-Video von Sliskovic, das seine Stärke bei Standards offenbart. So verwandelte er einige Freistöße und Elfmeter. Zudem fällt auch auf, dass der Linksfuß mit kroatischen Wurzeln über viel Schnelligkeit und eine gute Technik verfügt. So traf er in einem Ligaspiel einmal mit einem feinen Lupfer aus dem linken Strafraumeck.

Zwei starke Spielzeiten in der Schweiz

Nun also verlässt Sliskovic, der auch schon zwei Spiele für die Schweizer U-20-Nationalmannschaft bestritten hat, erstmals seine Heimat und will diese Qualitäten auch in Magdeburg unter Beweis stellen. Der 1,80-Meter-Mann wurde beim FC Luzern zum Profi. Erste Erfahrung in der zweiten Liga der Schweiz sammelte er 2015/16 beim FC Biel-Bienne. Ein Jahr später wurde er nach Winterthur ausgeliehen, 2017 dann fest verpflichtet. Insgesamt kam Sliskovic in 135 Zweitligaspielen zum Einsatz. So richtig durchgestartet ist er ab der Saison 2018/19, als er – genau wie in der abgelaufenen Spielzeit – 20 Scorerpunkte (13 Tore, sieben Vorlagen) verbuchte.

Noch am Sonntag stand er übrigens für den FC Winterthur auf dem Platz und trug beim 6:0-Erfolg gegen die Gras-hoppers Zürich mit zwei Toren und einer Vorlage maßgeblich dazu bei, dass sein altes Team die Saison auf dem vierten Platz beendete.

Am kommenden Montag wird Sliskovic dann mit seinen neuen Mannschaftskollegen zum Trainingsauftakt erstmals für den FCM auf dem Rasen stehen.

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