Magdeburg l Thomas Hoßmang und Sören Osterland hatten am Wochenende allen Grund zur Freude. Über den 1:0-Sieg der Magdeburger Profis in Ingolstadt natürlich. Vor allem aber über die Auszeichnung, die die beiden Köpfe hinter dem FCM-Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des Vereins erhielten.

FCM bekommt erstmals drei Sterne

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zertifiziert regelmäßig die Nachwuchsabteilungen aller Vereine. Und der FCM erhielt nun erstmals eine Klassifizierung mit drei Sternen. Das ist der höchste Wert, den ein NLZ erreichen kann. Ein beachtlicher Aufstieg, hatte der Club zuvor doch nur einen Stern.

Die Gründe für diesen Erfolg sind vielschichtig. Bei der Zertifizierung gilt es, acht Kriterien möglichst gut zu erfüllen: Strategie/Finanzen, Organisation/Verfahren, Fußballausbildung und -bewertung, Unterstützung und Bildung, Personal, Kommunikation und Kooperation, Infrastruktur und Ausstattung sowie Effektivität und Durchlässigkeit. Das klingt reichlich abstrakt. Doch Osterland, der Sportliche Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, macht deutlich: „Der Verein hat klug investiert, in Personal, ins Trainerteam.“ Mittlerweile gebe es 40 NLZ-Mitarbeiter, darunter sechs Spezialtrainer. 2016 waren es nur 26 Mitarbeiter.

FCM hat sich weiterentwickelt

Der FCM hat sich in vielen Bereichen weiterentwickelt. „Wir nutzen eine Software, die Daten, Diagnostik und Belastung der Spieler speichert. Damit haben wir einen Überblick, den wir jahrelang verfolgen können“, erläutert Osterland. Auch die Büroräume wurden erweitert, es gibt mehr Umkleidekabinen.

Auch NLZ-Leiter Thomas Hoßmang ist zufrieden. „Mit diesem Ergebnis sind wir hochzufrieden. Wir haben den nächsten Schritt gemacht“, sagt er. Was Hoßmang meint: Die drei Sterne sind ein Qualitätsmerkmal, der FCM kann sich künftig mit Branchengrößen des Fußballs messen und hat bessere Chancen im Werben um Talente.

Bald leistungsstarke zweite Mannschaft?

Ein weiterer Schritt wäre nun der Aufbau einer leistungsstarken zweiten Mannschaft. Momentan kooperiert der FCM mit dem Regionalligisten Germania Halberstadt und leiht dorthin regelmäßig Talente wie Leon Heynke oder zuletzt Philipp Harant aus, damit diese Spielpraxis bekommen.

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