Magdeburg l Michael Oenning war gestern in Geberlaune. Der Coach des 1. FC Magdeburg verlegte das Training kurzerhand nach hinten – von 14 auf 17 Uhr. Nach einem ruhigen Dienstag, an dem die Spieler individuell trainierten, bekamen sie noch etwas mehr Zeit zum Regenerieren. Zeit, die auch Oenning guttat nach dem emotionalen Sieg beim Hamburger SV.

Nun ist der FCM-Trainer niemand, der einem einzelnen Spiel zu viel Bedeutung schenkt. Nach dem 2:1 beim HSV ist das aber anders. „Das war ein Big Point für uns“, betont er. Auch Geschäftsführer Mario Kallnik schwärmt noch immer: „Das war ganz große Werbung für den 1. FC Magdeburg – sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen.“

FCM muss nachlegen

Klar ist aber auch: Der Sieg beim Aufstiegskandidaten ist bedeutend weniger wert, wenn der Club am Sonnabend (13  Uhr) im Heimspiel gegen den SV Darmstadt nicht nachlegt. Bei bisher 27 Punkten und noch sechs ausstehenden Saisonpartien ist jedes Duell wie ein Endspiel.

So jubelt der FCM nach 2:1-Sieg beim HSV

Hamburg / Magdeburg (tw) l Der Jubel nach dem 2:1 des 1. FC Magdeburg gegen den Hamburger SV in der Nachspielzeit kannte keine Grenzen. So ließen die FCM-Spieler ihrer Freude freien Lauf.

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter und Rico Preißinger. Foto: Imago/Jan Huebner

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter und Rico Preißinger. Foto: Imago/Jan Huebner

  • Grenzenloser Jubel beim FCM:  Philip Türpitz, Marius Bülter und  Felix Lohkemper (von links). Foto: Imago/Jan Hübner

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Philip Türpitz, Marius Bülter und Felix Lohkemper (von l...

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Jan Hübner

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Jan Hübner

  • Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Nordphoto

    Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Nordphoto

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

  • Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

    Grenzenloser Jubel beim FCM: Marius Bülter. Foto: Imago/Nordphoto

  • Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

    Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

  • Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

    Grenzenloser Jubel beim FCM. Foto: Imago/Jan Huebner

„Wir werden mit dem Sieg im Rücken gegen Darmstadt wesentlich leichter auftreten können“, glaubt Oenning zwar. Aber: „Wir müssen nach der Freude über den Sieg in Hamburg schnell wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren.“ Und auch Dennis Erdmann nimmt sich und die Mannschaft in die Pflicht. „In Hamburg kann jede Mannschaft gut spielen. Gegen Darmstadt gilt es aber, da müssen wir kämpfen. Für mich zählt nur Vollgas“, sagt der Innenverteidiger. „Jetzt muss es weitergehen. In den vergangenen Monaten haben wir zu viele Punkte liegengelassen.“

Abstand auf Darmstadt verkürzen

Die Ausgangslage ist klar: Darmstadt hat 33 Punkte und belegt damit momentan den 13. Tabellenplatz. Für Kallnik hat das kommende Spiel eine richtungsweisende Bedeutung. „Wir haben die große Chance, den Abstand auf Darmstadt auf nur noch drei Punkte zu verkürzen. Auch für sie würde es dann in der Tabelle plötzlich wieder eng werden. Diese Chance wollen wir nutzen.“

Schon mehrmals hatte der FCM in der Rückrunde die Möglichkeit, die Lücke zu den Vereinen vor sich zu schließen. In Duisburg (0:1), gegen Sandhausen (0:1) und in Dresden (1:1) gelang das aber nicht. „Jetzt wollen wir es besser machen“, sagt Kallnik.

Team nimmt Appelle ernst

Eine zusätzliche Motivation dürften die Duelle mit Darmstadt in dieser Saison sein. Der Club unterlag nämlich gleich zweimal – mit 1:3 im Heimspiel und mit 0:1 im DFB-Pokal. „Ein drittes Mal soll uns das nicht passieren“, sagt FCM-Sportchef Maik Franz. „Wir müssen den Fokus voll auf diese Partie legen.“

Die Mannschaft nimmt die Appelle der sportlichen Führung ernst – und sie hat gelernt. „Ich denke, dass wir nach dem Sandhausen-Spiel klare Reaktionen gezeigt haben. Das zeigt, welchen Charakter wir haben“, meint Verteidiger Tobias Müller. „Wir haben zuletzt in Hamburg dem Gegner den Schneid abgekauft. Daran gilt es jetzt anzuknüpfen.“

Hier geht's zu unserem FCM-Blog.