Wolfsburg/Magdeburg l 70 Minuten Rasen unter den Füßen. 70 Minuten nicht auf der Bank sitzen. Tarek Chahed war einer der FCM-Spieler aus der zweiten Reihe, die im Testspiel beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg (1:1) am vergangenen Donnerstag auflaufen durften. Als er danach über die Partie sprach, merkte man dem gebürtigen Berliner noch deutlich an, wie sehr er diesem Moment entgegengefiebert hatte.

„Ich habe mich natürlich sehr gefreut. Es ist immer schwer für einen Spieler, wenn er längere Zeit nicht gespielt hat“, sagte Chahed, nippte dabei an einem Pappbecher. „Diese Möglichkeit – die muss man halt nutzen.“

Tatendrang im FCM-Spiel

Zwar durfte Tarek Chahed in den Punktspielen in dieser Zweitliga-Saison auch Platz auf der FCM-Bank nehmen. Für einen Einsatz reichte es bislang aber noch nicht. „Gerade deswegen war ich auch sehr heiß. Ich wollte dem Trainer unbedingt zeigen, dass ich da bin und spielen will. Und der Mannschaft auch helfen kann“, sagte er.

Der Tatendrang war dem 22-Jährigen anzumerken – allerdings schoss er manchmal auch etwas übers Ziel hinaus. Das Foul vor dem Freistoß, den der VfL zur 1:0-Führung nutzte, ging zum Beispiel auf seine Kappe. „Ja, das war ich“, stellte er sofort klar, „da wollte ich ein bisschen zu viel und war etwas ungestüm im Zweikampf.“ Kopfschütteln. „Das war ein unnötiges Foul. Aber aus solchen Situationen lerne ich auch.“

FCM-Trainer Härtel zufrieden

Trainer Jens Härtel war mit dem Auftritt der Spieler, die sonst auf der Bank oder gar auf der Tribüne Platz nehmen müssen, durchaus zufrieden. „Sie haben ja auch lange nicht gespielt, daher war das nicht einfach“, meinte Härtel.

Chahed lief dabei im zentralen Mittelfeld zudem auf einer für ihn recht ungewohnten Position auf. „Da hat er natürlich noch nicht so häufig gespielt“, bestätigte der Trainer, „mit seiner Laufstärke konnte er aber hier und da Akzente setzen.“ Allerdings: „Mit ein paar einfachen Ballverlusten hat er sich selbst das Leben schwer gemacht. Teilweise war er auch zu lang am Ball“, merkte Härtel kritisch an.

Chahed will positiv bleiben

Auch Tarek Chahed selbst wirkte nach der Partie zwiegespalten. „Es gab gute Aktionen, aber eben auch Dinge, die mir nicht so gelungen sind, wie ich es wollte. Da gilt es in den nächsten Wochen und Monaten, weiter hart zu arbeiten und sich stetig weiterzuentwickeln.“

Weiter, immer weiter. Es klingt nach Durchhalteparolen, aber es gibt keine Alternative, als geduldig auf Chancen zu warten. Weder für Chahed noch für die anderen Reserve-Spieler ist das einfach. „Man darf auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken oder schlechte Stimmung verbreiten“, weiß Chahed. Sondern: „Kontinuierlich weiterarbeiten, positiv bleiben und den Kopf oben behalten. Dann kommt man da auch wieder raus.“

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