Magdeburg l Viele Erkenntnisse konnten die Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg nicht aus dem Landespokalspiel in Naumburg ziehen. Neben dem Weiterkommen blieb allerdings der Auftritt von Felix Lohkemper positiv in Erinnerung.

Der Stürmer erzielte den Führungstreffer und bereitete das entscheidende 2:1 durch Christian Beck vor. Lohkemper betonte schon im Vorfeld, dass er sich darauf freue, endlich wieder Spielzeit zu bekommen. Der 22-Jährige war 90 Minuten auf dem Platz und nutzte seine Chance – ganz nach dem Geschmack von Trainer Jens Härtel.

Dem Offensivspieler kam entgegen, dass Härtel im Landespokal vom erprobten 3-4-3-System abwich und auf ein 3-5-2 umstellte. Damit durfte Lohkemper zusammen mit Beck im Sturm das spielen, was er schon aus der Vergangenheit kannte.

Beim FCM musste er zuletzt häufig auf der linken Seite in der Dreier-Offensive ran. „Bevor ich nach Magdeburg kam, habe ich so gut wie kein Spiel außen gemacht. Ich weiß, dass ich flexibel sein muss. Trotzdem fühlt man sich als Sturmspitze wohler, wenn man diese Position in der bisherigen Laufbahn immer gespielt hat“, erklärt er. „In erster Linie zählt für mich aber jetzt natürlich erst einmal, dass ich auf dem Rasen stehe.“

Stürmer will mehr Gas geben

Nach einer guten Vorbereitung lief er auch zu Saisonbeginn Ende Juli neben Beck im Sturm auf und erzielte den einzigen Treffer beim 1:4 in Groß-aspach. In der Folge warf ihn eine Knieverletzung etwas aus der Bahn, über Einwechslungen und Treffer gegen Bremen II und Rostock meldete er sich aber Ende August, Anfang September wieder zurück. Nach dem 0:1 in Karlsruhe am 29. Oktober, als Lohkemper begann, in der Halbzeit aber bereits ausgewechselt wurde, folgte der Hammer im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden. Dort war der Spieler mit der Rückennummer 7 nicht mal im Kader.

„Der Trainer hat mich gegen Wehen Wiesbaden wegen der Leistung zuvor in Karlsruhe nicht berücksichtigt“, sagt Lohkemper. „Er kam nach dem KSC-Spiel auf mich zu und sagte mir, dass er mit mir nicht zufrieden war. Ich war auch nicht zufrieden.“ Härtel gab dem Ex-Mainzer einige Hinweise, was er besser machen soll, damit er wieder auf sein Leistungsniveau kommt. „Ich soll noch mehr Bälle in der Defensive holen“, so Lohkemper. „Ich muss mir an die eigene Nase fassen und mehr Gas geben. Dann bin ich zuversichtlich, dass ich meine Einsatzzeit bekomme.“

Bisher kam er auf acht Ligapartien und erzielte dabei drei Tore. Der Landespokal könnte für ihn ein gutes Omen für die kommenden Wochen sein. Beim 8:0 in Bernburg am 2. September traf er dreimal und war danach in der 3. Liga auch gegen Rostock erfolgreich. „Ich gebe im Training alles, um mich anzubieten. Zuletzt war ich in den Einheiten mit meiner Leistung zufrieden“, sagt er. „Mit dem rechten Fuß habe ich einen guten Abschluss. Links gibt es noch einiges an Potenzial und deshalb trainiere ich mit diesem Fuß ganz gezielt. Wichtig ist aber bei allem Ehrgeiz, dass ich die Lockerheit nicht verliere. Verkrampfung hilft keinem weiter.“

Am Sonnabend (14 Uhr) im Verfolgerduell bei Fortuna Köln hofft Lohkemper darauf, wieder die Chance zu bekommen, sich auch in der Liga zu beweisen und den Trainer zu überzeugen.

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