Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel setzt dabei auf die positiven Aspekte des Zwickau-Spiels und will trotz des Terminstresses keine Ausreden gelten lassen.

So richtig erklären ließ sich das 2:2 des FCM gegen Zwickau nicht. Der Gegner hatte eigentlich keine Torchance und holte durch zwei Elfmetertreffer trotzdem noch einen Punkt.

Ärger schnell zur Seite geschoben

Härtel hat den Ärger über den vergebenen Sieg schnell zur Seite geschoben und den Blick gleich wieder in Richtung der kommenden Partie am Ostersonntag (14 Uhr) in Unterhaching gerichtet. „Wir müssen das Positive aus dem Zwickau-Spiel mitnehmen. Wir haben vieles wirklich gut umgesetzt. Daran gilt es sich zu orientieren. Wenn wir das weiter auf den Platz bringen, dann werden wir auch wieder Partien gewinnen“, sagt er. „Ein Spiel wie gegen den FSV geht nicht oft unentschieden aus. Wir haben aber nicht so viel Zeit, über die negativen Dinge nachzudenken. Die Spieler wissen selber, was sie in den entscheidenden Szenen falsch gemacht haben.“

In Unterhaching gelte es, die individuellen Fehler und die Fehlerketten möglichst abzustellen. „Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Es wird nicht so einfach, weil wir jetzt einige englische Wochen hinter uns haben. Wir wollen aber einfach dranbleiben. Diesen Willen hat die Mannschaft und sie wird am Sonntag alles rauspressen, was drin ist“, so Härtel.

Dosierte Rotation beim FCM

Wie zuletzt wird der Coach wieder dosiert rotieren. Richard Weil und Steffen Schäfer sind Kandidaten für die Startelf, für sie müssten Kapitän Marius Sowislo und Nico Hammann auf der Bank Platz nehmen. In der Mannschaft bleiben könnte unterdessen Marcel Costly, der am Mittwoch mit einer Vorlage und einem Tor überzeugte und möglicherweise weiterhin für Florian Pick aufläuft.

Spielen wird auch Stammkeeper Jan Glinker, der gegen Zwickau vor dem Ausgleich nicht gut aussah, als er den ersten Elfmeter verursachte. „Für die Torhüter gilt auch das Leistungsprinzip. Zu viel können wir jetzt nicht liegenlassen. Wenn wir das Gefühl haben sollten, dass sich bei Jan aus einem Fehler eine Formschwäche entwickelt, dann müssten wir reagieren. Davon gehen wir aber nicht aus. Jan ist erfahren genug und weiß damit umzugehen“, sagt Härtel. „Wir brauchen nicht mehr groß über den Fehler sprechen, er muss jetzt gute Leistungen bringen.“

Lange Anfahrt nach Bayern

Eine lange Anfahrt hat der FCM am Sonnabend mit dem Bus nach Unterhaching vor sich. „Die sechs Stunden Busfahrt hängen uns nach der englischen Woche natürlich auch noch in den Knochen. Es hilft uns aber nicht weiter, wenn wir jammern. Wir müssen die Dinge positiv sehen“, betont er. „Wenn der Kopf anfängt, sich Ausreden zu suchen, dann ist das kontraproduktiv. Andere Mannschaften müssen genauso nach Unterhaching fahren.“

Eine Alternative wäre ein Flug gewesen. Dies sei aber wegen des organisatorischen Aufwandes zeitlich kaum schneller, außerdem kostenintensiver. Härtel: „Über kurz oder lang müssen wir uns trotzdem mal Gedanken machen, ob wir solche Entfernungen nicht anders abfedern. Bisher konnten wir mit der Situation aber immer ganz gut umgehen.“

0:3 spielt keine Rolle mehr

Das Hinspiel, als der FCM beim 0:3 seine bisher einzige Saison-Heimniederlage kassierte, spielt für den Trainer keine Rolle mehr. „Das war in der Hinrunde eine andere Situation. Im Hinspiel hatten die englischen Wochen für uns begonnen, jetzt schließen wir sie ab“, betont er, sieht aber eine Parallele zum Zwickau-Spiel. „Ähnlich wie gegen den FSV haben wir im Hinspiel gegen Unterhaching zu viele individuelle Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt.“

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