Wie geht es den erkälteten Spielern?
Deutlich besser. Am Freitag waren fast alle Spieler wieder an Bord. Nur die verletzten Tarek Chahed, Felix Lohkemper, Leon Henyke und Gerrit Müller waren nicht dabei. „Die erkältungsbedingten Probleme haben wir jetzt aber ganz gut im Griff“, sagt Trainer Jens Härtel.

Ist die Vorbereitung diesmal zu kurz?
Die kurze Vorbereitung war der Grund dafür, dass der FCM auf ein längeres Trainingslager in Spanien verzichtete und stattdessen nach England flog. Härtel hat dazu eine klare Meinung: „Für einen Trainer könnte die Vorbereitung immer länger sein. Alle Mannschaften haben aber die gleichen Probleme. Jeder muss seinen Weg finden, wie er sein Team in dieser Zeit am besten vorbereitet.“

War der Kurztrip nach England ein Fehler?
Die Reise mit dem Start um 3 Uhr früh ging auf jeden Fall an die Substanz. Härtel sieht das aber nicht so dramatisch. Es sei für die Mannschaft zwar ein schwieriger Tag mit wenig Schlaf gewesen. „Einmal kann man so etwas aber machen“, betont der Coach. „Das Team hat dann beim 3:2 im Test gegen Bolton auch eine ordentliche Leistung gezeigt.“ Härtel sagt aber auch: „Bewerten kann man die Vorbereitung erst nach Beginn der 3. Liga, wenn wir sehen, wie wir wieder reingekommen sind.“

Welchen Stellenwert hat die Generalprobe bei Energie Cottbus für den FCM?
Diese Partie ist enorm wichtig. Vor einem Jahr enttäuschte der FCM gegen den gleichen Gegner und verlor 0:2. „In diesem Spiel haben wir uns nicht sonderlich gut präsentiert“, betont der Trainer. „Gerade jetzt, wenn wir so wenige Spiele haben, hat die Generalprobe eine entscheidende Bedeutung.“ Man dürfe aber nicht vergessen, dass der Club enorm erfolgreich in die Winterpause gegangen ist. „Wir müssen schauen, ob wir das bestätigen können oder ob wir Dinge verändern“, so Härtel.

Warum werden in Cottbus zweimal 60 Minuten gespielt?
Die Spieler sollen die Möglichkeit bekommen, sich zu zeigen. Dadurch, dass der Test gegen Fleetwood abgesagt wurde, fehlt dem Club eigentlich eine Partie. „Deshalb haben wir in Cottbus angefragt, weil allen etwas mehr Spielzeit noch guttun würde und ich die Möglichkeit habe, sie etwas länger zu sehen“, so Härtel. Ein solches Modell ist auch für ihn neu. In Fürstenwalde ließ er mal zwei Partien hintereinander spielen – zweimal 60 Minuten waren bisher noch nicht dabei. Der Trainer plant, wie zuletzt in Bolton, in der Halbzeit durchzuwechseln.

Sind zwei Testspiele in einer Vorbereitung nicht zu wenig?
Vor einem Jahr hatte der FCM alleine drei Testpartien im Trainingslager in Spanien. Das war Härtel zu viel, deshalb wollten die Verantwortlichen diesmal ganz gezielt reduzieren. Durch die Absage des Fleetwood-Spiels fehlt dem Club aber mindestens eine Partie. Für ein weiteres Spiel fehlt die Zeit.

Wie steht es um Zu- oder Abgänge?
Bisher gibt es nichts Neues, Marcel Costly (Mainz II) ist der einzige Winter-Neuzugang. Andreas Ludwig ist ein Kandidat für einen Abgang. „Das Transferfenster ist noch lange offen. Wir haben in dieser Zeit auch noch zwei Spiele. Stand jetzt ist aber nichts geplant und bisher ist auch kein Spieler gekommen und hat gesagt, dass er weg will“, erklärt Härtel.

Wie hoch ist der Druck als Top-Aufstiegsfavorit?
Der Druck ist gewaltig, der FCM der Gejagte. Härtel sieht das aber positiv: „Wir haben eine gute Ausgangsposition. Wir werden weiter von Spiel zu Spiel schauen.“

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