Magdeburg l Wenn sich die Mannschaft des 1. FC Magdeburg zurzeit an einem Spieler aufrichten und hochziehen kann, dann ist es Torwart Morten Behrens. Beim Drittliga-Auftakt gegen Halle war er schon wieder in starker Form, knüpfte nahtlos an seine gezeigten Leistungen aus der vergangenen Spielzeit an. „Wenn ich merke, dass es bei der Mannschaft nicht so gut läuft, ist es umso wichtiger, dass ich da bin“, sagt Behrens bescheiden und dringt damit aber auch gleich zum Kernproblem durch: Um drei Punkte zu holen, braucht es zukünftig mehr Mortens auf dem Spielfeld.

Der 23-Jährige ist allerdings überzeugt, dass am Samstag (14 Uhr) bei 1860 München ein anderer FCM zu sehen sein wird. „Wir mussten über das HFC-Spiel nicht groß reden, da war sofort die Einsicht da, dass das kein gutes Spiel war“, sagt er. Im Training habe deshalb auch jeder mehr investiert.

Negativität und Kommunikation sind Mankos

Zwei Dinge sind Behrens besonders im Kopf geblieben, die aus seiner Sicht zu der Auftakt-Niederlage beigetragen haben: Negativität und fehlende Kommunikation. „Der Rückstand war natürlich sehr unglücklich durch das Eigentor“, betont Behrens, „aber wir haben es danach versäumt, uns gegenseitig aufzubauen. Diese Negativität hätte gar nicht aufkommen dürfen.“

Das Trainerteam um Thomas Hoßmang hat das in der Analyse noch einmal klargestellt. „Die Leute, die sich da angesprochen gefühlt haben, wissen, was jetzt von ihnen erwartet wird“, berichtet Behrens.

Geisterspiel in München als Vorteil

Und kommt dann auch gleich auf das nächste Manko zu sprechen: fehlende Kommunikation. Etwas, das auch FCM-Altstar Wolfgang Seguin am vergangenen Sonntag aufgefallen ist: „Dass man den Ball fordert, eine Ansage macht, hat man beim FCM kaum gesehen.“ Behrens schlägt in dieselbe Kerbe. „Führung und Kommunikation müssen wir besser ausleben.“

Ein Vorteil könnte laut ihm sein, dass das Grünwalder Stadion in München aufgrund der Corona-Infektionszahlen leer bleiben wird. „So können wir mehr hören, auch Impulse von außen besser aufnehmen. Wobei es natürlich von der Atmosphäre her schade ist, dass es so leise sein wird.“

Auf die Frage, ob die Mannschaft während der Trainingseinheiten daher besonderen Wert darauf gelegt hat, sich gegenseitig anzutreiben, stellt Behrens klar: „Nein, das muss einfach immer drin sein.“ Bei ihm selbst jedenfalls blitzt keine Negativität mehr auf, im Gegenteil: „Ich habe ein gutes Gefühl.“

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