Magdeburg l Die Länderspielpause ist passé, beim 1. FC Magdeburg zeigen die Weichen bereits wieder in Richtung Vorbereitung für die Partie gegen Heidenheim am Freitag. Ein absolutes Abschalten vom Thema Fußball war für die Spieler aber auch in der spielfreien Zeit kaum möglich.

„Wir arbeiten ja weiter auf dem Platz und haben die Woche gut genutzt, um uns auf die kommende Partie einzustellen“, erzählt Michel Niemeyer. Und: „Es ist auch nicht so, dass ich in der freien Zeit von Fußball nichts wissen will. Also habe ich das EM-Quali-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gesehen und die Partien der 3. Liga auch.“

Neue Konkurrenz für Niemeyer

Der 23-Jährige hatte zudem etwas Zeit, über die Rückrunde in der 2. Liga nachzudenken. Da ist ja im Moment quasi Halbzeit – sieben Spiele hat der FCM bestritten, acht liegen noch vor der Mannschaft. Und für Niemeyer hat sich durch die Verpflichtung von Timo Perthel und Steven Lewerenz zudem eine neue Konkurrenz-Situation im linken Mittelfeld ergeben.

„Meine Einsatzquote ist ganz in Ordnung“, meint Niemeyer, „im Fußball zählt das Leistungsprinzip. Und dass Konkurrenz da ist, ist auch normal. Ich biete mich deshalb im Training an und versuche, meine Leistung zu bringen.“

Ausrutscher ist abgehakt

Vier Rückrunden-Spiele durfte Niemeyer von Beginn an bestreiten, zweimal stand er dabei 90 Minuten auf dem Platz. In den anderen drei Partien erhielt Perthel den Vorzug, Niemeyer wurde jeweils in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Ist er damit unterm Strich zufrieden?

„Zufrieden – es ist schwer, das zu sagen. Zufrieden bin ich nicht. Ich will so viel wie möglich spielen, mein Anspruch ist es, jedes Spiel zu bestreiten – und das war nicht der Fall. Aber ich bin auch ein Typ, der nie zu 100 Prozent zufrieden ist. Ich möchte alles mitmachen, was nur geht.“

Ausrutscher wie beispielsweise die Partie gegen Sandhausen, in der die Mannschaft generell schlecht aussah, aber Niemeyer laut Fachmagazin „Kicker“ mit einer Zweikampfquote von null Prozent besonders auffiel, hat er schnell abgehakt. „Die Statistiken sind letztlich egal – und wie da ein Wert von null Prozent zustande kommt, weiß ich auch nicht. Das Spiel haben wir abgehakt. Gegen Dresden wollten wir zeigen, was wir drauf haben, und das ist uns grundsätzlich auch gelungen“, sagt Niemeyer.

Niemeyer ist fit

Deshalb misst er auch den 22 Einsätzen von möglichen 26, die bei ihm auf der Haben-Seite stehen, keine allzu große Bedeutung bei. „Diese Zahl steht da, die liest man und die liest sich auch gut“, meint er, „aber darauf möchte ich mich nicht ausruhen. Ich hätte es am liebsten, wenn da noch acht Einsätze dazukommen. Am besten von Beginn an.“

Ein Vorteil ist dabei auf seiner Seite. Sein Ehrgeiz wird momentan nämlich nicht von seinem Körper ausgebremst. Zuletzt hatte ihn ein Muskelfaserriss monatelang eingeschränkt. „Zurzeit ist alles o.k. Ich bin fit, fühle mich gut. Woche für Woche stehe ich im Kader – das ist ja auch ein Zeichen dafür, dass ich einsatzbereit bin.“

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