Magdeburg l Das Trainerteam und die Spieler des 1. FC Magdeburg nutzten am Dienstag das schöne Wetter. Mit dem Fahrrad ging es von der MDCC-Arena bis zum Leuchtturm nach Gerwisch. „Wir waren rund eineinhalb Stunden unterwegs“, sagt FCM-Trainer Michael Oenning.

Das Team hatte sich die aktive Erholung nach zuletzt elf Punkten aus fünf Spielen verdient. Das sind immerhin genauso viele Zähler wie in den 18 Partien zuvor. Trotzdem steht die Mannschaft vor einem ganz entscheidenden Monat. Im März gibt es nämlich gleich mehrere Duelle mit direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt: Am morgigen Freitag (18.30 Uhr) steht die Auswärtspartie beim Tabellenletzten MSV Duisburg auf dem Programm. Am 10. März (13.30 Uhr) geht es dann zu Hause gegen den Vorletzten SV Sandhausen, am 16. März (13 Uhr) zum kriselnden Tabellen-14. Dynamo Dresden und am 29. März (18.30 Uhr) zu Hause gegen den Sechsten Heidenheim.

Von Rechenspielen hält Oenning nichts

Oenning betont, dass der FCM dank der guten Ausgangsposition nicht so sehr unter Druck steht wie die kommenden Gegner. Mit 22 Punkten belegt das Team momentan Rang 15, hat drei Zähler Vorsprung auf Ingolstadt und jeweils fünf Punkte auf Sandhausen und Duisburg. Von Rechenspielen, wie es Ende März aussehen könnte, hält er aber nichts. „Wichtig ist, dass wir mit dem Wissen nach Duisburg fahren, dass wir gut drauf sind. Wir wissen um unsere Stärken und wollen dort gewinnen. Es gilt jetzt, fokussiert zu bleiben“, betont der Trainer. Aber: „Wenn wir dort nicht gut spielen, vielleicht sogar eine Niederlage kassieren sollten, dann dürfen wir nicht gleich wieder alles infrage stellen.“

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Zuletzt gegen Paderborn war Oenning mit der Leistung seiner Mannschaft trotz des verpassten Sieges zufrieden. „Ich bin nicht so vermessen und sage, dass wir gegen eine Mannschaft wie Paderborn unbedingt gewinnen müssen. So viel haben wir am Sonntag nicht falsch gemacht“, sagt er. Aber: „Es ist gut, wenn die Spieler nach der Partie zunächst enttäuscht sind, weil sie nicht gewonnen haben. Wenn ich diese Siegermentalität vermitteln kann, habe ich schon viel erreicht.“ Fast eine Stunde dauerte die Videoanalyse des 1:1 gegen den Mit-Aufsteiger. „Wir sind mittlerweile einen großen Schritt vorangekommen. Die Fehler, die wir machen, werden ganz klar und gut angesprochen“, so Oenning.

Für FCM-Sportchef Maik Franz ist aber auch klar, dass sich die Mannschaft morgen in Duisburg nicht viele Fehler erlauben darf. „Das wird eine ganz andere Partie als zuletzt in Paderborn“, vermutet er. Franz geht sogar noch weiter: „Das ist kein normales Spiel, das wird echter Überlebenskampf. Für Duisburg ist es wahrscheinlich eines der wichtigsten Spiele des Jahres.“ Duisburg muss unbedingt gewinnen, um nicht endgültig den Anschluss zu verlieren. Der Sportchef warnt deshalb: „Wir dürfen uns nicht Sand in die Augen streuen, nur weil wir zuletzt einige Siege eingefahren haben. Was zählt, ist das Ergebnis nach dem 34. Spieltag am 19. Mai.“

Beck will klaren Fokus auch nach der Pause

Was auffällt: In Bielefeld beim 3:1 und auch gegen Paderborn zeigte der FCM nach jeweils starken ersten Halbzeiten eine schwächere zweite Hälfte. Deshalb fordert auch FCM-Kapitän Christian Beck: „Wir müssen nach der Pause schneller wieder voll da sein. Zwischenzeitlich waren wir nicht wach genug. Wir dürfen bei allem Selbstvertrauen nicht vergessen, dass die direkte Konkurrenz auch gut drauf ist.“

Genau dieser Fokus ist es, den auch Franz in Duisburg von der Mannschaft sehen will, damit der Club gut in den März startet – und nicht möglicherweise die gute Ausgangsposition wieder hergibt. „Wir müssen uns im Klaren sein, dass wir Duisburg noch lange nicht abgehängt haben. Zuletzt in Ingolstadt war uns der Gegner streckenweise kämpferisch einen Schritt voraus. Das darf morgen nicht der Fall sein. Wir müssen den Kampf annehmen.“

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