Fußball-Oberligist VfB Germania Halberstadt schwimmt weiter auf einer Erfolgswelle. Derzeit scheinen sich die letzten Erfolge auch mehr und mehr auf das Selbstbewusstsein der Spieler auszuwirken. Nach dem souveränen 4:1 (2:0)-Erfolg beim FC Rot-Weiß Erfurt II verteidigte der VfB seine Spitzenposition.

Halberstadt. 13. November, 13. Spieltag – die 13 entpuppte sich aus Sicht der Halberstädter als Glückszahl. Aber darf man nach dem zwölften ungeschlagenen Spiel in Serie und der besten Auswärtsbilanz aller Oberligisten überhaupt von Glück sprechen? Wahrlich nicht, denn auch in Erfurt waren die elf Spieler um Trainer Andreas Petersen aktiver und zielstrebiger, wenngleich in der ersten Halbzeit sicher nicht alles rund lief.

Weil Marcus Bäcker doch nicht mehr fit wurde (Knieverletzung, Volksstimme berichtete) setzte Trainer Petersen Martin Krüger erstmals und für viele überraschend auf der Rechtverteidiger-Position ein. "Er hat das dort richtig gut gemacht", fasste Petersen später die neue Rolle Krügers zusammen.

Schon früh begannen die Gäste mit dem Toreschießen. Was das Trainergespann in den letzten Partien noch an Blankenburgs Spielweise moniert hatte, einmal mehr den freien Mitspieler zu sehen, machte der Stürmer diesmal besser. Nach einem Freistoß sah er den besser postierten Eggert, der ins obere linke Eck zum 1:0 für den VfB traf. Es vergingen fast 40 Minuten bis zum zweiten Treffer. Preuß hatte sich auf seiner Außenbahn durchgetankt und - wie so oft im Training geübt – auf den zweiten Pfosten geflankt. Dort nahm Alexander Kopp den Ball gekonnt an und brachte ihn per Innenseitstoß im Erfurter Tor unter.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gäste auch optisch deutlich überlegen und hatten mehr Ballbesitz. Germania erspielte sich einige so genannte Hochkaräter und kontrollierte die Begegnung. Blankenburg, der bei den Rot-Weißen in der zweiten Halbzeit fleißig und emsig arbeitete, belohnte seine Leistung acht Minuten nach dem Wiederanpfiff mit dem ersten Saisontor.

Nach einer Stunde Spielzeit stellte er mit dem 4:0 für Halberstadt endgültig die Weichen auf Sieg. Die Thüringer blieben vor allem nach Standards gefährlich, wirklich zwingende Torgelegenheiten sprangen nicht dabei heraus. Zwei Minuten vor dem Abpfiff belohnte sich auch Erfurts Matthias Rahn, der zuvor viel investiert hatte, mit einem Tor. Sein Schuss wurde noch von Robert Fischer abgefälscht.

Trainer Petersen gab seinen Spielern nach dem Auswärtserfolg zwei Tage frei, das Team trifft sich am Dienstag wieder.