Karlsruhe l  Manche erinnern sich vielleicht noch an die legendäre Badewanne von Josef Beuys: Der Künstler hatte das Teil mit schmutzigen Mullbinden und Heftpflastern beklebt. Abends fand in dem Museum in Leverkusen ein SPD-Fest statt. Eifrige Genossinnen entdeckten bei der Suche nach einer Möglichkeit zum Gläserspülen die Wanne und schrubbten sie erstmal richtig sauber. Mega-Eklat, 58.000 D-Mark Schadenersatz

Jetzt die Variante zweipunktnull: Ein Künstlerpaar verwandelt im Auftrag der Stadtwerke einen stinknormalen Springbrunnen in Karlsruhe in das Kunstobjekt „Spring-Brunnen“. Lattengerüst, alte Arbeitshose drüber, zwei Gummistiefel, fertig. Schon am nächsten Tag entsorgten zwei Arbeiter der Stadtwerke (die wussten wohl nichts von der Aktion ihres Arbeitgebers) den Brunnen-Springer als Müll. Die Künstler bauten es einfach wieder auf. Und freuen sich über den Werbe-Effekt. Weil die Geschichte jetzt überall nachzulesen ist.