Green Bay l Was für ein unnützer Aufwand in einem kleinen Landkreis im US-Bundesstaat Wisconsin: Nur weil im Wahlbüro von Green Bay einem Drucker die Tinte ausgegangen war, musste die Auszählung unterbrochen und ein Mitarbeiter mit der Organisation des Nachschubs beauftragt werden. Dabei hätten die Helfer überall in den USA schon am frühen Mittwoch Feierabend machen können.

Nicht, weil Donald Trump sich da schon ungeduldig zum Wahlsieger ausgerufen hatte. Sondern weil der Weiße Haus-Interessent Joe Biden keine Chance mehr hatte, seinen Vormieter zu verdrängen. Denn, so hat US-Politikprofessor Helmut Norpoth herausgefunden, die Wähler in den großen United States sind gar nicht entscheidend für den Wahlsieg. Sondern allein jene im sonst eher unbedeutenden Ohio: Seit 1912 ist niemand Präsident geworden, der nicht Ohio gewonnen hat. Und Ohio ist Trump-Land geblieben... Deshalb hat Trump recht: Wer danach noch die Millionen ungezählten Stimmen auszählen wollte, ist ein Wahlbetrüger.