Havelberg/Nitzow l „Insgesamt 80 Stunden stehen beim Truppmann-Grundlehrgang auf dem Ausbildungsplan“, informiert der stellvertretende Stadtwehrleiter Marvin Schmidt, der gemeinsam mit dem Havelberger Ortswehrleiter David Koch dafür verantwortlich ist. Das Mammutprogramm wird an neun Sonnabenden hintereinander abgewickelt. Keine leichte Aufgabe für die angehenden aktiven Feuerwehrfrauen und -männer. Sie müssen sich die Zeit dafür nehmen, wenn sie den Lehrgang erfolgreich abschließen wollen.

Abschlussprüfung am 14. November

„Der derzeit laufende Grundlehrgang in Havelberg ist allerdings nur Teil eins für die Ausbildung zum Truppmann“, fügt Marvin Schmidt an. Für Teil zwei muss dann innerhalb von zwei Jahren in der eigenen Feuerwehr die Befähigung zum Truppmann nachgewiesen werden.“

Noch drei Sonnabende, dann ist Teil eins geschafft. Zwei Drittel der Ausbildungsstunden haben die Anwärter damit bereits hinter sich gebracht. Am kommenden Sonnabend, 31. Oktober, ist – auch wenn es ein Feiertag ist – im Havelberger Gerätehaus die Erste Hilfe ein großes Thema. Nach einem weiteren Ausbildungstag am 7. November schlägt dann für alle Lehrgangsteilnehmer am 14. November die Stunde der Wahrheit. „Es ist der Tag der Abschlussprüfung“, informiert der stellvertretende Stadtwehrleiter. „Verraten wird darüber aber noch nichts.“ Die Planung für diesen Tag obliege dem Havelberger Ortswehrleiter David Koch.

Bilder

Die Zusammensetzung der neun Frauen und Männer ist bunt gemischt. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene, die erst Mitglied ihrer Ortswehr geworden sind, haben sich für die Truppmann-Ausbildung angemeldet. Sie sind in Garz, in Schollene, in Vehlgast-Kümmernitz, in Nitzow, in Kuhlhausen sowie in Sandau und in Havelberg Mitglieder der jeweiligen Ortswehren.

Der Lehrgang wird dankenswerterweise aber auch von Ortswehren unterstützt. So übernahmen Ortswehrleiter Lars Braunsdorf und Matthias Schmok aus Garz einen kompletten Ausbildungstag in Havelberg. Und am vergangenen Sonnabend hatte die Ortswehr Nitzow mit ihrem stellvertretenden Ortswehrleiter Christian Schaper und dem Maschinisten Mark Krause diese Aufgabe – dieses Mal im Haveldorf selbst – übernommen.

Angenommener Entstehungsbrand

Die Löschwasserentnahme aus einer Entnahmestelle in Nitzow und aus einem offenen Gewässer wurde geübt. Letzteres geschah am Mitteldeich nahe der Kolonie Neuwerben. Hier übten die Lehrgangsteilnehmer zugleich das Verlegen einer Schlauchleitung zu einem angenommenen Entstehungsbrand in einem hier stehenden unbewohnten Haus.

Für die Unterstützung der Versorgung an diesem Tag bedankt sich Marvin Schmidt beim Förderverein der Nitzower Ortswehr.

Ein Dankeschön richtet er gleichermaßen an den Autoschrotthandel in Glöwen, der zu einem anderen Ausbildungstag ganz unbürokratisch mit einem Auto zum Zerschneiden aushalf, und dieses dann auch wieder abholte.