Stuttgart (dpa) - Trotz des stetig wachsenden Automatik-Anteils schalten viele Autofahrer in Deutschland laut einer Umfrage immer noch lieber selbst. Gut 46 Prozent der Befragten gaben an, ein Schaltgetriebe zu bevorzugen.

Gut 29 Prozent finden ein Automatik-Fahrzeug besser, der Rest fährt beides gern. Dies ergab eine repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Verkaufsplattform mobile.de

Ältere schalten lieber selbst

Je nach Altersgruppe gab es jedoch Unterschiede. Während etwa bei den 25- bis 34-Jährigen nur gut jeder Dritte lieber selbst schaltet, sind es bei den 35- bis 44-Jährigen schon knapp 43 Prozent und bei den 45- bis 54-Jährigen sogar gut 50 Prozent. Bei den Befragten darüber sinkt der Anteil dann wieder leicht.

Als häufigste Gründe für die Wahl einer manuellen Schaltung wurden eine größere Kontrolle über das Auto, ein niedrigerer Anschaffungspreis und ein sportlicheres Fahrerlebnis genannt. Für eine Automatik sprechen dagegen nach Ansicht der befragten Autofahrer am häufigsten ein komfortableres Fahrerlebnis, das leichtere Anfahren und ein geringerer Verschleiß.

Getriebe entscheidet über Autokauf

Knapp die Hälfte gab zudem an, dass die Getriebeart ein entscheidendes Kriterium beim Autokauf sei. 26 Prozent halten die Frage für eher nicht so wichtig, gut 19 Prozent halten sie für irrelevant. Tatsächlich mit einem Schaltwagen unterwegs sind nach eigener Aussage knapp 72 Prozent der Befragten, die aktuell ein Auto fahren.

Allerdings ist in Deutschland seit Jahren ein deutlicher Trend zur Automatik erkennbar - und bei etlichen Modellen haben Käufer inzwischen auch schon gar keine Wahl mehr. Nach Daten der Deutschen Automobil Treuhand lag der Automatik-Anteil bei neu produzierten Autos im vergangenen Jahr bei rund 56 Prozent. Im Fahrzeugbestand dürfte es etwa ein Drittel sein. Mercedes-Benz hatte kürzlich angekündigt, bei künftigen Fahrzeuggenerationen überhaupt keine manuelle Schaltung mehr anzubieten.

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