Hamburg (dpa) - Der Deutsche Basketball Bund (DBB) sieht in der Hongkong-Krise mit Protesten und der Androhung militärischer Gewalt aus China nahe des WM-Vorrundenspielorts Shenzhen kein Grund zur eigenen Beunruhigung.

"Wir haben keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. Wir fühlen uns in Shenzhen total sicher und gut aufgehoben", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss der Deutschen Presse-Agentur beim Supercup in Hamburg gut zwei Wochen vor Beginn der WM in China. "Wir stehen in Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und der deutschen Botschaft und tauschen uns aus, um die Gefahrenlage für uns dort einschätzen zu können. Wir sind dort sicher, wir wissen, was dort vor Ort passiert."

Auch am Freitagabend (Ortszeit) gingen nach ersten Schätzungen wieder mehr als 10.000 Menschen für Freiheit und Demokratie in der ehemaligen britischen Kolonie, die als Sonderverwaltungszone zu China gehört, auf die Straße. Mehr als zwei Monate nach Beginn der Protestbewegung in der 7,5-Millionen-Einwohner-Stadt verschärft die Zentralregierung zunehmend den Ton. Als Drohkulisse werden zudem seit einigen Tagen Bilder verbreitet, wie Chinas paramilitärische Polizei in der an Hongkong grenzenden Stadt Shenzhen Übungen macht.

Dort wird das deutsche Nationalteam seine ersten drei Partien bei der WM vom 31. August bis 15. September absolvieren. "Die Chinesen werden alles daran setzen, um unangenehme Zwischenfälle zu verhindern", sagte Verbandschef Weiss. Es gebe einen Sicherheitsbeauftragten des Weltverbands FIBA, der in Peking vor Ort ist. Dazu werde die Lage auch vom Sport-Zuständigen im Auswärtigen Amt beobachtet.

"Wir werden Sport treiben, die WM ordentlich über die Bühne bringen und uns gerne dem chinesischen Publikum präsentieren", sagte Weiss. "Ich glaube, dass die Spieler mit ihren Gedanken beim Sport und nicht der Politik sind." Er verurteile "jede Art von Eskalation und Gewalt" von den Demonstranten und den Behörden.

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